đ Folge 9: Gemini 12 – Der Meister der Schwerelosigkeit
Gemini 12 war die „AbschlussprĂŒfung“. Alles, was in den vorherigen elf Missionen gelernt wurde, musste hier perfekt funktionieren.
đšđ Die Crew
Command Pilot: James „Jim“ Lovell. Nach seinem 14-Tage-Marathon in Gemini 7 war er der erfahrenste Astronaut der NASA (und spĂ€ter der Kommandant von Apollo 13).
Pilot: Edwin „Buzz“ Aldrin. Ein promovierter Astronautiker vom MIT. Seine Kollegen nannten ihn „Dr. Rendezvous“, weil er die Berechnungen fĂŒr AnnĂ€herungsmanöver im Schlaf beherrschte.
đŻ Die Mission: Das RĂ€tsel der EVA gelöst
Nachdem Gene Cernan (Gemini 9) und Dick Gordon (Gemini 11) bei ihren AuĂenbordbetĂ€tigungen fast einen Hitzschlag erlitten hatten, ging Aldrin die Sache wissenschaftlich an.
Die Innovation: Aldrin installierte ĂŒberall an der Kapsel und dem Agena-Satelliten HandlĂ€ufe und FuĂstĂŒtzen.
Der Erfolg: Er fĂŒhrte drei EVAs mit einer Gesamtdauer von ĂŒber fĂŒnf Stunden durch. Er bewies, dass man im All komplexe Aufgaben (wie das Verschrauben von Bolzen) erledigen kann, wenn man sich richtig verankert. Er war der Erste, der entspannt „drauĂen“ arbeitete.
đ ️ Hinter den Kulissen: Guenter Wendt und das „Abschiedsgeschenk“
Da dies der letzte Flug des Gemini-Programms war, herrschte am Startplatz eine Mischung aus Stolz und Wehmut. Guenter Wendt war wie immer der Herr ĂŒber den White Room.
Die Anekdote: Buzz Aldrin hatte ein Schild auf seinem RĂŒcken befestigt, auf dem stand: „The End“. Als er in die Kapsel kletterte, grinste Wendt. Er wusste, dass sein Team das Unmögliche möglich gemacht hatte: 10 bemannte Starts in weniger als zwei Jahren ohne einen einzigen technischen Fehlschlag am Pad.
Guenter Wendts Erbe: Nach Gemini 12 wechselte Wendt kurzzeitig den Arbeitgeber, kehrte aber auf persönlichen Wunsch der Astronauten fĂŒr das Apollo-Programm zurĂŒck. Sie vertrauten niemandem sonst so sehr wie dem „PreuĂischen Diktator“ des Startturms.
đ️ Legacy: Warum war dieser Flug wichtig fĂŒr Artemis?
Ohne Gemini 12 gÀbe es keine Mondlandung und keine Artemis-Basis.
Heute: Wenn Astronauten der Artemis-III-Mission auf der MondoberflĂ€che wissenschaftliche Instrumente aufstellen oder am Lunar Gateway schrauben, nutzen sie die Techniken der „Körperbeherrschung“, die Buzz Aldrin 1966 erfunden hat.
Training: Aldrin war der Erste, der massiv auf das Training im Unterwasserbecken setzte – ein Standard, der heute fĂŒr jede Artemis-Crew im Neutral Buoyancy Laboratory in Houston gilt.
Damit endet das Kapitel Gemini. Wir haben das Laufen gelernt. Jetzt sind wir bereit fĂŒr den groĂen Sprung. Aber der Weg zum Mond beginnt mit einer Tragödie, die alles verĂ€ndern sollte.
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