Zwei Stimmen, ein Gitarrist: Warum ich mich freue, dass es Creed und Alter Bridge gibt
Es gibt Bands, die man nicht hören darf, wenn man als ernsthafter Musikhörer gelten will. Creed war lange so eine Band. Die Feuilletons haben sie in den frühen 2000ern zum Inbegriff des Post-Grunge-Einheitsbreis erklärt. Verkauft haben sie trotzdem Millionen. „Human Clay“ von 1999 brachte es in den USA auf Diamant-Status, und „With Arms Wide Open“ gewann einen Grammy. Dass Kritiker einen Erfolg verachten, den sie nicht vorhergesagt haben, ist keine neue Erkenntnis. Scott Stapp: Der Bariton, den man nicht hören durfte Ich halte Scott Stapps Stimme schlicht für großartig. Ein dunkler, voller Bariton mit einer Wucht, die man nicht mit Technik allein erklären kann. Der Vergleich mit Eddie Vedder wurde ihm ständig um die Ohren gehauen. Für mich ist das ein Etikett, das jemand erfunden hat, der keine Zeit zum Zuhören hatte. Wer sich „One Last Breath“ oder „My Sacrifice“ in Ruhe anhört, hört einen Sänger mit eigenem Timbre und viel Druck, der auch die leisen Passagen trägt. Sein Weg abseits d...