Artemis II ist unterwegs: Mein persönlicher #ApolloMoment zwischen Hantelbank und Mondorbit




Es ist passiert. Wir sind zurück auf dem Weg zum Mond. Während ich diese Zeilen schreibe, rasen Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen mit über 30.000 km/h von der Erde weg. Ein historischer Moment, den ich an einem ungewöhnlichen Ort erlebt habe.

1. Ein Hauch von Space Night und Sonderstudio

Als Kind der späten 70er (Jahrgang 1978) habe ich die echte Apollo-Zeit knapp verpasst, aber die Space Night im BR hat meine Leidenschaft für das All geweckt. Gestern fühlte ich mich direkt in diese Zeit zurückversetzt.

Ich saß nicht vor einem Röhrenfernseher, sondern hatte mein Smartphone im Fitnessstudio dabei. Dank des Livestreams vom Senkrechtstarter wurde das Training zur Nebensache. Was Mo dort geleistet hat, war Fernsehen auf höchstem Niveau – er ist quasi der Günther Siefarth unserer Generation: fachkundig, leidenschaftlich und mit dem richtigen Gespür für diesen geschichtsträchtigen Augenblick.

2. Bankdrücken und Triebwerkszündung

Es war ein herrlicher Kontrast: Während ich mit meiner Trainingspartnerin die Gewichte stemmte, sah ich im Augenwinkel, wie die SLS-Rakete die Schwerkraft überwand.

  • Der Moment des Abhebens: Ein kurzes Innehalten an den Geräten.

  • Die Beschleunigung: Man spürte förmlich den Druck, den die Astronauten in ihren Sitzen fühlten.

  • Der Erfolg: Ein Jubel im Studio, als die Trennung der Stufen perfekt klappte. Ich glaube, ich habe heute offiziell jemanden mit dem „Weltraum-Virus“ infiziert – meine Partnerin war nach den ersten Erklärungen genauso gefesselt wie ich!

🇨🇦 Funfact: Ein Hauch von South Park im Orbit

Ein besonderes Highlight im Stream war die Vorstellung der Crew. Als Mo den Missionsspezialisten Jeremy Hansen präsentierte, kam bei mir sofort dieser „Dieser Kanadier“-Moment auf. Wer mit dem Humor von South Park aufgewachsen ist, hat fast darauf gewartet, dass Jeremy ein freundliches „I’m not your buddy, guy!“ Richtung Houston funkt. Dass ausgerechnet ein Kanadier Teil dieser historischen Rückkehr ist, gibt der Mission eine sympathische Note – und Mo hat diesen Vibe perfekt eingefangen. Raumfahrt 2026 hat eben Charakter!

3. Der Fahrplan: Wo sind sie jetzt?

Für alle, die wissen wollen, was in den nächsten Tagen passiert:

  • Die Reise: Orion braucht etwa vier Tage bis zum Mond.

  • Das Highlight (Tag 8): Die Crew wird die Rückseite des Mondes umrunden – etwa 10.300 km über der Oberfläche. In diesem Moment bricht der Funkkontakt kurzzeitig ab.

  • Das Finale: Nach insgesamt ca. 10 Tagen landet die Kapsel per Fallschirm im Pazifik.

4. Apollo vs. Orion: Der Komfort-Check

Natürlich kam im Studio sofort die Frage auf: Haben die es da drin eigentlich gemütlicher als Neil Armstrong damals?

FeatureApollo (1969-1972)Orion (Artemis II, 2026)
PlatzEng wie ein SUV für 3 Personen.50% mehr Volumen für 4 Personen.
ToilettePlastiktüten (kein Witz!).High-Tech-Vakuum-Toilette (UWMS).
CockpitÜber 500 mechanische Schalter."Glass Cockpit" mit Touchscreens.
Technik-HerzAlles aus den USA.ESM aus Bremen (Airbus) – ohne deutsche Technik kein Strom und kein Wasser!

5. Warum wir wieder fliegen

Dieser Start schließt einen Kreis. Wir nutzen die Lehren von Apollo 17 und die eiserne Disziplin von Legenden wie Günter Wendt und Gene Kranz, um diesmal nicht nur zu landen, sondern zu bleiben.

Dank moderner Enthusiasten wie Mo vom Senkrechtstarter konnten wir alle in der „ersten Reihe“ sitzen – egal ob auf dem Sofa oder an der Hantelbank. Jetzt warten wir gespannt auf die ersten hochauflösenden Fotos von der Mondannäherung.

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