Campi Flegrei: Der Supervulkan zählt die Jahre Ein neues Preprint liefert einen Zeitrahmen für einen „Regimewechsel“ unter Neapel. Was bedeutet das — und wie gefährlich ist es wirklich?
Wer sich regelmäßig mit Vulkanologie beschäftigt, hat eine gewisse Toleranz gegenüber Schlagzeilen entwickelt, die den unmittelbar bevorstehenden Untergang Neapels verkünden. Die Phlegräischen Felder — auf Italienisch Campi Flegrei, auf Latein so viel wie "brennende Felder" — sind ein dankbares Objekt für Katastrophenjournalismus. Der größte aktive Supervulkan Europas liegt unter einer Metropolregion mit mehr als einer Million Einwohnern. Das gibt sich als Thema quasi von selbst. Ein aktuelles Preprint von Davide Zaccagnino und Kollegen, erschienen auf arXiv im Mai 2026, verdient allerdings mehr als den üblichen reflexhaften Abgesang. Die Forschenden vom Nationalen Vulkanologischen Institut in Rom und der Southern University of Science and Technology in Shenzhen haben nicht einfach neue Messdaten präsentiert. Sie haben eine mathematische Kategorisierung des Aktivitätsmusters vorgenommen — und kommen zu einem Ergebnis, das nachdenklich macht. Was die Daten sagen Seit 2005 s...