Übernahmeschlacht um easyJet: Wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte Bieter
Es gibt Übernahmeschlachten, die ziehen sich über Monate hin wie ein Genesis-Konzert ohne Zugabe – man wartet und wartet, und dann kommt doch noch was Überraschendes. Bei easyJet ist genau das gerade passiert. Die Ausgangslage: Ein Bieter, viele Körbe Monatelang hat sich der britische Billigflieger gegen die Avancen des US-Finanzinvestors Castlelake gesträubt. Vier Angebote wurden abgelehnt, bevor am 5. Juli mit dem fünften endlich Rauchzeichen aus der Vorstandsetage kamen: 6,90 Pfund je Aktie, das Unternehmen mit rund 5,2 bis 5,5 Milliarden Pfund bewertet. Man einigte sich "im Grundsatz", wie es im Übernahmedeutsch so schön heißt – also ungefähr so verbindlich wie eine Wetterprognose für übermorgen. Und dann, kaum dass die Tinte trocken war: Apollo Global grätscht dazwischen. 7,15 Pfund je Aktie, 5,7 Milliarden Pfund Gesamtwert. Die easyJet-Führung, die gerade noch Castlelake umarmt hatte, lässt den einen fallen und nimmt den anderen an die Hand. Die Aktie dankt es mit einem...