Hitze, Kabelschäden und die Frage, die niemand stellt
Seit Samstagnacht reißt es in Fürth die Stromversorgung in schöner Regelmäßigkeit weg – Hardhöhe, Poppenreuth, Ronhof, Südstadt. Fünf Kabelstrecken, zwei Trafostationen, am Ende 15 Mitarbeiter und zwei Tiefbaufirmen im Sondereinsatz. Die infra liefert dazu die erwartbare Erklärung: Hitze. Böden heizen sich auf, Trafostationen auch, an Engstellen mit Kabelhäufung wird die entstehende Wärme nicht mehr abgeführt, und wenn dann noch Umschaltmaßnahmen nötig werden, kippt das Material über seine Belastungsgrenze. Klingt plausibel, ist physikalisch auch nicht falsch – und genau deswegen so bequem. Dann kommentiert Matthias Tafelmeyer, und mit einem einzigen Absatz wird klar, was in der Meldung fehlt. Haben sich die Stromflüsse in den letzten Jahren überhaupt erhöht? Liegt ein Teil des Problems an Rückspeisung durch PV-Anlagen, die in dieser Dichte beim Bau der Leitungen schlicht nicht eingeplant waren? Welches Baujahr haben die betroffenen Mittelspannungskabel, und gibt es Alterungseffekte, d...