Auf einem Bein steht man schlechtBatteriespeicher, Netzstabilität, Dunkelflaute — und warum Deutschland die falschen Schlüsse zieht
Ein Artikel in der Welt hat es kürzlich auf den Punkt gebracht: Beim Netzbetreiber Schleswig-Holstein Netz liegen Anträge für Batteriespeicher mit einer Gesamt-Speicherleistung von 27.000 Megawatt vor. Derzeit sind an dieses Netz aber nur Verbraucher mit einer Spitzenleistung von 2.000 Megawatt angeschlossen. Das ist kein Tippfehler. Das Verhältnis ist 13,5 zu 1. Man kann das auf verschiedene Arten kommentieren. Ich wähle die nüchterne: Das ist absurd, und wer glaubt, damit sei die Energiewende gesichert, hat ein grundlegendes Systemverständnisproblem. Die Frage, die ich mir stelle, ist nicht, ob Batteriespeicher sinnvoll sind. Sie sind es — in bestimmten Anwendungsfällen, an bestimmten Standorten, mit bestimmten Netzanschlusskonzepten. Die Frage ist: Zieht Deutschland aus dem bisherigen Verlauf die richtigen Schlüsse? Meine Antwort: nein, nicht wirklich. Das Geschäftsmodell und seine Nebenwirkungen Das Geschäftsmodell der großen Batteriespeicher ist simpel. Die Betreiber kaufen billig...