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Die Geschichte der NCR Corporation - Ein Technikpionier seit 1884

## Von der Registrierkasse zum globalen Technologiekonzern Die Geschichte der NCR Corporation ist eine faszinierende Reise durch mehr als 140 Jahre technologischer Innovation. Was einst als kleines Unternehmen für Registrierkassen begann, entwickelte sich zu einem der führenden Anbieter von Software- und Technologielösungen weltweit. ## Die Anfänge (1879-1884) Die Wurzeln von NCR reichen zurück ins Jahr 1879, als James Ritty die erste mechanische Registrierkasse erfand. Nachdem James Ritty 1879 die Registrierkasse erfunden und am 30. Januar 1883 zusammen mit John Birch ein Patent darauf erhalten hatte, ging das Unternehmen zunächst in die Hände von Jacob H. Eckert aus Cincinnati über. Der entscheidende Moment kam jedoch 1884: Die Firma und die Patente wurden von John Henry Patterson und seinem Bruder Frank Jefferson Patterson gekauft, und das Unternehmen wurde in "National Cash Register Company" umbenannt. Dies markierte die eigentliche Geburtsstunde der NCR Corporation. ## D...

Ein Rest vom Anfang Was ein Unterwasservulkan bei Mayotte über den ersten Tag der Erde verrät

Die Erde ist ungefähr 4,5 Milliarden Jahre alt. Das weiß jedes Kind, das einmal ein Schulbuch aufgeschlagen hat, und die Zahl ist so groß, dass sie ohnehin niemand wirklich begreift. Was man sich schon eher vorstellen kann, ist der Anfang: Ein Himmelskörper von der Größe des Mars schlägt in die junge, noch halbwegs frisch zusammengeklumpte Erde ein. Die Wucht dieses Einschlags schmilzt den gesamten Planeten auf. Aus den Trümmern entsteht nebenbei der Mond, aus der Erde selbst ein Ozean – allerdings keiner aus Wasser, sondern aus flüssigem Gestein. Ein Magma-Ozean, der den kompletten Planeten überzieht. Irgendwann kühlt dieser Ozean ab und wird fest. Und genau an diesem Punkt beginnt normalerweise die Geschichte zu Ende zu sein, geologisch gesprochen. 4,5 Milliarden Jahre Plattentektonik, Subduktion, Mantelkonvektion – ein gigantischer Rührkessel, der alles, was einmal homogen war, wieder und wieder durchmischt. Man ging bislang davon aus, dass von diesem ersten festen Gestein nichts me...

0,2 Prozent: Der Befund eines klinisch toten Standorts

McKinsey hat Deutschland vermessen. Ergebnis: kein Puls mehr. 0,2 Prozent. Das ist keine Investitionsquote mehr, das ist eine Fehlermarge. So viel steckt die deutsche Volkswirtschaft nach Abzug der Abschreibungen noch netto in ihre eigene Zukunft – in Fabriken, Maschinen, Infrastruktur, Forschung. Das McKinsey Global Institute hat in seiner Studie "Catalyzing Competitiveness: Where Investment Happens and Why" 34 Industrie- und Schwellenländer verglichen. Deutschland liegt nicht im unteren Drittel. Deutschland ist die Schlussleuchte, und zwar mit weitem Abstand zur Konkurrenz, die selbst nicht gerade glänzt. Zur Einordnung, damit niemand auf die Idee kommt, das sei halb so wild: China baut seinen Kapitalstock mit 23 Prozent der Wirtschaftsleistung aus, die USA mit vier Prozent, die glücklose EU immerhin noch mit zwei. Deutschland bewegt sich bei einer Zahl, die der Taschenrechner rundet, bevor man sie überhaupt ausgesprochen hat. 2008 lag der Wert hierzulande noch bei zwei Pro...

Kein Ruck, nirgends

Warum das Reformpaket der schwarz-roten Koalition eine Fußnote bleibt, solange niemand bereit ist, wehzutun Das Handelsblatt hat sich in dieser Woche eine steile These geleistet: Deutschland lässt sich nicht aus dem Homeoffice erneuern. Sebastian Matthes stützt sich dabei auf eine Datenanalyse der ESCP Business School und von Argon & Co. und kommt zu dem Schluss, dass die deutsche Wirtschaftskrise tiefer liegt als im Gaspreis. Die Unternehmen selbst hätten Innovation, Struktur und Strategie versäumt. Das mag stimmen. Es ist aber nur die halbe Geschichte. Die andere Hälfte heißt: Die Politik hat sich mit einem Reformpaket geschmückt, das sich liest wie das, was es ist – ein Kompromiss zwischen zwei Parteien, die sich gegenseitig nichts wegnehmen wollten. Man hat moderiert, nachjustiert, ein bisschen Vertrauen signalisiert. Aber einen Systemwechsel hat man vermieden wie der Frankenschnellweg-Ausschuss eine klare Entscheidung. Ruck war gestern Wer den Begriff „Reform“ ernst nimmt, kom...

Wasch mich, aber mach mich nicht nass: Der Bund Naturschutz und der Energiespeicher Riedl

  Quelle: BR24, 03.07.2026 Trotz Klagen: Bau von Pumpspeicherwerk Riedl genehmigt – so lautet die nüchterne BR24-Meldung vom 3. Juli 2026. Das Landratsamt Passau hat die sofortige Vollziehung des Planfeststellungsbeschlusses angeordnet, die Donaukraftwerk Jochenstein AG darf mit dem Bau des größten Pumpspeicherwerks Bayerns beginnen. 300 Megawatt Leistung, 3,5 Gigawattstunden Speichervermögen pro Zyklus, mehr als 400 Millionen Euro Investitionsvolumen, Inbetriebnahme frühestens 2031. Ein Projekt, das die Europäische Union selbst als bedeutsame Energieinfrastruktur zur Erreichung der Klimaziele einstuft. Und dagegen klagt: der Bund Naturschutz in Bayern. Man reibt sich die Augen, aber die Meldung ist kein Widerspruch in sich, sondern die Fortsetzung eines Musters, das man in Bayern inzwischen im Halbjahrestakt besichtigen kann. Der BN tritt öffentlich als einer der lautstärksten Fürsprecher der Energiewende auf, fordert höhere Ausbauziele, mehr Tempo bei Wind und Sonne, eine na...

Champion 250: Wie Ulm beinahe Entenhausen erfand

Eine Spurensuche zwischen Aluminiumblech, Rasenmähermotor und einem gewissen Erpel mit dem Kennzeichen 313. Es gibt YouTube-Videos, die man sich aus Versehen ansieht, und dann sitzt man eine halbe Stunde später immer noch da und denkt über Nachkriegs-Kleinwagen nach. So ist es mir mit dem Champion 250 ergangen, einem Fahrzeug, das die meisten Menschen heute nicht einmal mit der Lupe in der eigenen Familiengeschichte finden würden. Zu Recht, muss man fairerweise sagen, denn von diesem Auto wurden ganze 267 Stück gebaut. Und trotzdem lohnt sich der Blick, weil der Champion 250 fast schon exemplarisch erzählt, wie improvisiert, knapp und eigentlich genial die frühe deutsche Nachkriegsmobilität war. Aluminium, Mut und ein Motor aus der Motorradfabrik Der Champion 250 ist ein Kind der Mangelwirtschaft, und zwar im besten Sinne. Ursprünglich hatte die Zahnradfabrik Friedrichshafen die Idee zu einem winzigen Zweisitzer mit einem Einzylinder-Heckmotor entwickelt, der eher nach Rasenmäher als n...

Seegefecht und Schwefeldampf: Die Sundastraße im März 1942

Es gibt Schauplätze, an denen Geschichte sich nicht die Mühe macht, ihre Ebenen zu trennen. Die Sundastraße ist so ein Fall. In der Nacht vom 28. Februar auf den 1. März 1942 liefern sich dort alliierte und japanische Kriegsschiffe ein Gefecht, das mit dem Untergang von HMAS Perth und USS Houston endet. Beide Wracks liegen heute, geschützt als Kriegsgräber, 40 bis 50 Kilometer von einem Vulkan entfernt, der zu diesem Zeitpunkt längst nicht still war. Die geografische Ausgangslage HMAS Perth ruht auf etwa 35 Metern Tiefe vor St. Nicholas Point, rund 42 Kilometer von Anak Krakatau entfernt. USS Houston liegt flacher, 15 bis 30 Meter, nahe Pulau Panjang in der Bantam-Bucht, etwa 48 Kilometer vom Vulkan. Beide Distanzen liegen damit in einer Größenordnung, die für einen Vulkan dieses Kalibers durchaus Wirkung entfalten kann, wie 1883 eindrücklich demonstriert wurde, als pyroklastische Ströme noch in 40 Kilometer Entfernung die Küste Sumatras erreichten. Im März 1942 ging es allerdings deut...