Das Erdbeben im Friaul 1976 – Eine Katastrophe, die eine Region veränderte
Am 6. Mai 1976, um 21:00 Uhr Ortszeit, erschütterte ein verheerendes Erdbeben die nordostitalienische Region Friaul-Julisch Venetien. Mit einer Magnitude von 6,5 auf der Richterskala traf dieses Beben eine Gegend völlig unvorbereitet und hinterließ eine Spur der Verwüstung, die bis heute im kollektiven Gedächtnis der Region verankert ist. ## Die Katastrophe Das Epizentrum lag in den Bergen nördlich von Udine, zwischen den Ortschaften Gemona del Friuli und Venzone. In nur 59 Sekunden wurden ganze Dörfer dem Erdboden gleichgemacht. Die Bilanz war erschütternd: 989 Menschen verloren ihr Leben, etwa 2.400 wurden verletzt, und rund 157.000 Menschen wurden obdachlos. Besonders tragisch war, dass das Beben zu einer Zeit zuschlug, als viele Familien beim Abendessen zusammensaßen. Die Zerstörung war beispiellos für Italien der Nachkriegszeit. Historische Ortskerne, die Jahrhunderte überdauert hatten, wurden binnen Sekunden zu Trümmerhaufen. Gemona del Friuli, eine mittelalterliche Stadt mit prä...