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Die Geschichte der CB-Funktechnik: Von den Anfängen bis heute

Die CB-Funktechnik (Citizens' Band Radio) hat eine faszinierende Geschichte, die eng mit der Entwicklung der drahtlosen Kommunikation und gesellschaftlichen Veränderungen verknüpft ist. Was einst als professionelles Kommunikationsmittel begann, entwickelte sich zu einem Hobby, das Millionen von Menschen weltweit verbindet. ## Die Anfänge: 1940er und 1950er Jahre Die Wurzeln des CB-Funks liegen in den 1940er Jahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg erkannte die amerikanische Federal Communications Commission (FCC) den Bedarf an einem Funkdienst für Privatpersonen und kleine Unternehmen. 1945 wurde erstmals ein Frequenzbereich für den "Citizens Radio Service" reserviert, allerdings noch im UHF-Bereich um 460 MHz. Der entscheidende Durchbruch kam 1958, als die FCC 23 Kanäle im 27-MHz-Bereich (11-Meter-Band) für den CB-Funk freigab. Diese Frequenzen waren ideal: Sie boten eine gute Reichweite bei relativ einfacher Technik und erschwinglichen Geräten. ## Der große Boom: 1970er Jahre...

Kupreanof in Alaska auf Gelb: Was hinter der Unruhe am Vulkan steckt

  Mount Kupreanof auf der Alaska-Halbinsel steht seit dem 12. Mai 2026 auf **YELLOW / ADVISORY**. Nach Angaben des Alaska Volcano Observatory und des USGS haben seismische Aktivität und Schwefeldioxid-Emissionen in den vergangenen Monaten zugenommen; als wahrscheinlichste Ursache gilt eine magmatische Intrusion unter dem Vulkan. Für den Moment ist das vor allem ein Fall für die Überwachung, nicht für Alarmismus. Die Behörden betonen ausdrücklich, dass die aktuellen Daten **nicht** darauf hindeuten, dass ein Ausbruch unmittelbar bevorsteht, und dass vor einer Eruption weitere Anzeichen verstärkter Unruhe zu erwarten wären. Was derzeit beobachtet wird Die Unruhe an Kupreanof wurde seit Februar 2026 registriert und umfasst anhaltende Erdbebenaktivität sowie nachgewiesene Schwefeldioxid-Emissionen. In der offiziellen Warnmeldung nennt das USGS unter anderem SO2-Raten von etwa 100 bis 1.000 Tonnen pro Tag und ordnet diese Signale als Hinweis auf frisches Magma im Untergrund ein. Wichtig...

KI im Lokaljournalismus: Besser spät als nie — oder besser nie?

Ute hat mich auf einen Beitrag von kress.de aufmerksam gemacht, der mich ehrlich gesagt nicht sonderlich überrascht, aber dennoch zum Nachdenken bringt. Der Verlag Nürnberger Presse — also der Laden hinter den Nürnberger Nachrichten — automatisiert seinen Lokaljournalismus mit KI. Das Ergebnis laut Eigenaussage: Vier Blattmacher sollen künftig das vollständige Printprogramm mit täglich 100 bis 150 Seiten produzieren. Früher beschäftigte man dafür bis zu 43 Mitarbeitende — ein Rückgang des personellen Aufwands um rund 90 Prozent. Stellvertretender Chefredakteur Armin Jelenik nennt das eine „Renaissance des Lokalen". Schöner Begriff. Mal sehen, ob er stimmt. Konkret funktioniert das Ganze so: Über ein Upload-Tool können registrierte Autorinnen und Autoren — Vereinsschreiber, Organisationen oder freie Mitarbeitende — Texte und Bilder einstellen. Eine KI unterstützt bei der Textproduktion und weist per Faktencheck auf Unstimmigkeiten hin. Eine Layout-Engine platziert die Inhalte ans...

Ein Asteroid fliegt vorbei. Die Welt geht nicht unter.

  »Nähert sich der Erde – kommt es am Montag zum Einschlag?« In einer Zeitung wurde gefragt, ob 2026 JH2 am Montag einschlägt. Die Antwort ist Nein. War sie auch schon beim Schreiben der Überschrift. Trotzdem wurde gefragt. Das sagt einiges. Am Montag, dem 18. Mai 2026, um 23:23 Uhr MESZ, fliegt der Asteroid 2026 JH2 an der Erde vorbei. In etwa 91.000 Kilometern Entfernung. Das ist kosmisch betrachtet ein Fingerschnippen, erdgebunden betrachtet aber immer noch ungefähr zweieinhalb Mal so weit wie ein Fernsehsatellit im geostationären Orbit. Kein Einschlag. Keine Apokalypse. Kein Grund, den Weinkeller vorzuziehen. Und trotzdem stellte diese Zeitung – in ihrer Überschrift brav die Frage: »Nähert sich der Erde – kommt es am Montag zum Einschlag?« Im Text steht dann natürlich: Nein. Die Astronomen schließen ein Risiko komplett aus. Alles gut. Aber die Überschrift hat schon getan, was sie tun sollte: Sie hat geklickt. Sie hat gezuckt. Sie hat das Hirn kurz in den Überlebensmodus verset...

Der größte Vulkanausbruch des Jahres — und kaum jemand redet drüber

Es gibt Momente, in denen man sich fragt, ob die Welt um einen herum eigentlich noch funktioniert. Nicht politisch gemeint — geologisch. Denn während wir uns hierzulande über Fahrradwege, Heizungsgesetze und den nächsten ÖPNV-Streik aufregen, passiert auf diesem Planeten gerade etwas, das eigentlich Schlagzeilen machen müsste. Große Schlagzeilen. Die Art, die man sich merkt. Stattdessen: Stille. Dabei bricht seit dem 8. Mai 2026 mitten im Pazifik ein Vulkan aus. Nicht irgendwie. Nicht ein bisschen. Sondern so, dass Fachleute bereits vom größten tiefen submarinen Vulkanausbruch seit mehr als einem Jahrzehnt sprechen — und vom explosivsten Ausbruch des gesamten bisherigen Jahres 2026. Bimsstein-Flöße, verfärbtes Meer, eine Aschewolke, die fast vier Kilometer über die Wasseroberfläche reicht. Und der Grund, warum Sie davon wahrscheinlich noch nichts gehört haben? Der Vulkan liegt unter Wasser. Kein Bild, kein Bericht. So funktioniert Medienlogik im Jahr 2026. Schauen wir uns das mal genau...

Wenn ein Baum die Antwort gibt, die der Netzbetreiber schuldet

Ein Mittwochnachmittag in Cadolzburg, 13. Mai 2026. Ein Baum fällt auf eine Mittelspannungsleitung in Steinbach. Teile des Marktes haben keinen Strom. Schaden behoben, Meldung kurz, alles gut — so liest sich das in der Nürnberger Nachrichten. Kurz, knapp, fertig. Weiterschalten. Ich nicht. Denn mich interessiert nicht der Baum. Mich interessiert die Frage dahinter: Wie konnte der Baum überhaupt so nah an die Leitung kommen, dass er drauffallen konnte? Was sagt die Theorie? Schauen wir mal, was eigentlich Vorschrift ist. Laut TenneT — einem der großen deutschen Übertragungsnetzbetreiber — erfolgt die Inspektion von Hoch- und Höchstspannungsfreileitungen durch Begehung und Befliegung in einem Zyklus von zwei Jahren. Zwei Jahren. Das klingt nach einem soliden Rhythmus. Per Helikopter, mit LIDAR, Thermalkameras, Korona-Kameras — die Technik ist da, sie ist beeindruckend und sie existiert. Aber — und das ist das große Aber — wir reden hier von Mittelspannung. Von der Ebene unterhalb der gro...

Die Geschichte der Super 8: Als das Kino ins Wohnzimmer kam

Die Geschichte des Amateurfilms ist untrennbar mit einem kleinen, aber revolutionären Filmformat verbunden: Super 8. Was 1965 als Kodaks Antwort auf die wachsende Nachfrage nach einfacherer Filmtechnik begann, entwickelte sich zu einem kulturellen Phänomen, das Millionen von Familienerinnerungen konservierte und einer ganzen Generation von Filmemachern den Weg ebnete. ## Die Geburt eines Formats Im Jahr 1965 stellte die Eastman Kodak Company auf der photokina in Köln ein neues Filmformat vor, das die Welt des Amateurfilms revolutionieren sollte. Super 8 war nicht einfach nur eine weitere Filmgröße – es war Kodaks Vision einer demokratisierten Filmtechnik, die jedem ermöglichen sollte, bewegte Bilder aufzunehmen. Das Besondere an Super 8 lag bereits im Namen: Das neue Format nutzte die gleiche 8mm breite Filmbase wie das bereits existierende Regular 8, verfügte aber über kleinere Perforationslöcher. Dadurch wurde 50% mehr Bildfläche gewonnen – daher "Super" 8. Diese scheinbar ...