Vom Weltmarktführer zum Insolvenzfall:
Es gibt kaum ein besseres Beispiel für den dramatischen Wandel einer Branche als die Geschichte der Eastman Kodak Company. Gegründet Ende des 19. Jahrhunderts, wurde Kodak zum Synonym für Fotografie – und scheiterte am Ende ausgerechnet an einer Erfindung, die aus dem eigenen Haus stammte. Ein Blick auf mehr als 130 Jahre unternehmerischen Auf- und Abstiegs. 1. Die Gründung: Ein Selfmade-Unternehmer mit Vision (1880–1900) Die Geschichte von Kodak beginnt mit einem Mann, der nie das College besuchte: George Eastman, geboren 1854 in Waterville, New York. Als junger Buchhalter entdeckte er seine Leidenschaft für die Fotografie – ein damals mühsames Handwerk, das schweres Equipment und chemische Kenntnisse erforderte. 1880 begann Eastman in seiner Küche mit der Entwicklung von trockenem Fotopapier und Glasplatten. Bereits drei Jahre später gründete er die Eastman Dry Plate Company in Rochester, New York. Sein eigentlicher Durchbruch gelang ihm jedoch 1888 mit dem ersten Kodak-Rollfilm und ...