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Von den Weltmeeren zu den Sternen: Warum Star Trek auf Namen von Flugzeugträgern setzt

Wer an Star Trek denkt, denkt sofort an die USS Enterprise. Doch hattet ihr schon mal ein Déjà-vu beim Blick in ein Geschichtsbuch? Enterprise, Hornet, Yorktown, Intrepid – viele der stolzen Schiffe der Sternenflotte tragen Namen, die wir bereits von den gewaltigen Flugzeugträgern der US Navy kennen. Aber warum ist das so? Steckt dahinter bloßer Patriotismus oder eine tiefere Philosophie? Tauchen wir ein in die Logbücher der Seriengeschichte. 1. Gene Roddenberrys eigene Vergangenheit Der Schöpfer von Star Trek, Gene Roddenberry, war im Zweiten Weltkrieg Bomberpilot. Er hatte eine tiefe Verbindung zum Militär und eine große Bewunderung für die Marine-Traditionen. Für ihn war die Sternenflotte keine reine Armee, sondern eine Organisation zur Erforschung und Verteidigung, die sich stark an der Struktur der Navy orientierte. Die Namensgebung war ein Weg, den Mut und den Entdeckergeist vergangener Generationen in die Zukunft zu projizieren. 2. Die „Enterprise“ als Symbol Der Name Enterprise...

Strom, Gas, Glasfaser – warum die Stadtwerke München früher schon alles richtig gemacht haben

  Ich wundere mich seit Jahren über etwas, das mir in meiner Branche kaum jemand schlüssig erklären kann, und ich arbeite seit 2013 in diesem Geschäft. Es geht um ein Prinzip, das die Stadtwerke München über lange Zeit konsequent verfolgt haben: Wann immer bei einem Gebäude ein Strom- oder Gasanschluss neu gelegt, erneuert oder umgebaut wurde, wanderte gleich eine Glasfaserleitung mit in den Graben. Kein Extraprojekt, keine gesonderte Marketingkampagne, kein eigener Förderantrag. Einfach die pragmatische Logik: Wenn der Bagger schon da ist, kann er auch gleich das Rohr für die Zukunft mitverlegen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. In München gibt es dadurch Gebäude, die bereits Glasfaser bis in den Keller oder die Wohnung hatten, als anderswo in der Republik noch über ISDN-Anschlüsse diskutiert wurde. Nicht weil die SWM ein ambitioniertes Ausbauprogramm verkündet hätten, sondern weil sie eine ohnehin fällige Tiefbaumaßnahme klug mitgenutzt haben. Das ist im Kern nichts ande...

Schorsch, mei Tropf’n: Warum wir jede Straße nur einmal aufreißen sollten

Ich mache das jetzt seit 2013, und in dieser Zeit habe ich eines gelernt: Der teure Teil an einer Leitungsverlegung ist nicht das Kabel. Es ist das Loch. Bagger, Verkehrssicherung, Wiederherstellung der Fahrbahndecke, Anwohnerärger, Genehmigungsverfahren – all das kostet ein Vielfaches dessen, was am Ende tatsächlich im Boden liegt. Ein Meter Leerrohr kostet im Einkauf ein paar Euro. Ein Meter Straße aufreißen und wieder herrichten kostet, je nach Bauklasse, dreistellig bis vierstellig. Wer diese Relation kennt und trotzdem ein leeres Rohr ungenutzt lässt, wenn der Graben ohnehin offen ist, handelt betriebswirtschaftlich fahrlässig. Das Grundproblem: Der Graben ist die knappe Ressource Bei Straßenbaumaßnahmen wird in aller Regel für einen einzigen Zweck aufgegraben: eine neue Wasserleitung, ein Kanalschaden, die Erneuerung der Fahrbahndecke selbst. Der Boden darunter bleibt danach für zwanzig, dreißig, manchmal vierzig Jahre unangetastet. Genau das ist der Punkt, den viele Baulastt...

Das Schatten-Schwert: Die CIA, der BND und die deutschen „Stay Behind“-Armeen

Hinter der glitzernden Fassade des Wirtschaftswunders und dem diplomatischen Geplänkel des Kalten Krieges existierte eine Welt, die keinem Gesetz unterworfen war. Während die Bürger in der Bundesrepublik den Frieden genossen, bereiteten sich im Geheimen Männer darauf vor, im Falle einer sowjetischen Invasion aus dem Untergrund zuzuschlagen. Gelenkt wurde dieses Netz aus Washington und Pullach. Die CIA als Architekt: Die Geburt aus der Angst Die Geschichte der Stay-Behind-Netze ist untrennbar mit der frühen CIA verbunden. Nach 1945 war die US-Regierung überzeugt, dass Westeuropa ohne ein geheimes Widerstandsnetz innerhalb weniger Tage unter sowjetische Kontrolle fallen könnte. Die CIA lieferte nicht nur das Geld und die Logistik, sondern auch das Know-how. Über das „Office of Policy Coordination“ (OPC) wurden europaweit Gelder in Geheimkonten geschleust. Die CIA betrachtete diese Netze als ihren „verlängerten Arm“. In Deutschland bedeutete das: Man brauchte Personal, das sich im Land au...

Feuchtwangen auf der Bundesnetzagentur-Karte: keine Spitzenposition, kein Drama

Christoph Engelhardt hat in der Facebook-Gruppe „Feuchtwangen“ auf eine neue Karte der Bundesnetzagentur hingewiesen: Sie zeigt die Versorgungsqualität der Verteilnetzbetreiber – bei uns also der Stadtwerke – und Feuchtwangen taucht dort nicht gerade in der obersten Liga auf.  Das ist erst mal eine Meldung, aus der man in fünf Minuten entweder eine Aufregerschlagzeile oder eine sachliche Einordnung machen kann. Ich versuche mich an Letzterem, auch wenn Ersteres bekanntlich mehr Klicks bringt. Was die Karte eigentlich misst Die Bundesnetzagentur veröffentlicht pro Verteilnetzgebiet vier Kennzahlen: die Unterbrechungsminuten je Letztverbraucher, die durchschnittliche Dauer bis zur Herstellung eines neuen Netzanschlusses, den Digitalisierungsgrad des Netzbetriebs und einen daraus verdichteten Digitalisierungsindex, dargestellt als Ampelfarbe mit jeweils zehn Abstufungen. Grundlage ist das Erhebungsjahr 2024, die Karte soll künftig jährlich aktualisiert werden. Das ist im Kern nichts a...

Wenn Pflicht Legende wird: Olds, James, Withers und Tuxford

Es gibt Momente in der Geschichte, in denen Männer nicht aus Ruhmsucht handelten, sondern weil jemand eine Aufgabe erfüllen musste. Vier Namen stehen exemplarisch für diese Haltung: Robin Olds, Daniel "Chappy" James, Martin Withers und Bob Tuxford. Ihre Geschichten zeigen uns, dass wahre Größe oft darin liegt, den Job zu machen – nicht weil man zur Legende werden will, sondern weil es eben einer tun muss. ## Robin Olds und Chappy James: Führung durch Vorbild Als Colonel Robin Olds 1966 das Kommando über die 8th Tactical Fighter Wing in Thailand übernahm, stand er vor einer demoralisierten Einheit. Die Verluste über Nordvietnam waren hoch, die Erfolgsquote niedrig. Olds hätte sich auf seine Position zurückziehen können – stattdessen flog er selbst die gefährlichsten Missionen. An seiner Seite: Lieutenant Colonel Daniel "Chappy" James Jr., sein Stellvertreter. Die Partnerschaft zwischen dem weißen Colonel und dem schwarzen Deputy Commander war 1966 alles andere als se...

Warum "Jeder muss studieren" der falsche Weg ist

  Es gibt einen Irrglauben in unserer Gesellschaft, der sich hartnäckig hält: Nur wer studiert hat, ist wirklich qualifiziert. Nur ein Hochschulabschluss öffnet die Türen zu einer erfolgreichen Karriere. Diese einseitige Sichtweise halte ich nicht nur für falsch, sondern auch für gefährlich – für junge Menschen und für unsere Wirtschaft gleichermaßen. Mein Weg: Ausbildung als Fundament In den 90er Jahren habe ich eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel absolviert. Später folgten Weiterbildungen zum Fachwirt, Betriebswirt und Techniker über Fachschulen. Dieser Weg war keineswegs ein Umweg oder eine Notlösung – er war eine bewusste Entscheidung, die sich ausgezahlt hat. Heute fühle ich mich mindestens genauso gut auf jegliche berufliche Herausforderungen vorbereitet wie Kolleginnen und Kollegen mit Hochschulabschluss. Die Stärke der dualen Ausbildung: Praxis von Tag eins Was macht eine Ausbildung – ob gewerblich oder kaufmännisch – so wertvoll? Es ist die Verbindun...