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Die Brioni-Inseln: Ein adriatisches Juwel mit faszinierender geologischer Geschichte

Die Brioni-Inseln (kroatisch: Brijuni) sind eine Inselgruppe vor der Westküste Istriens in Kroatien, die nicht nur durch ihre natürliche Schönheit, sondern auch durch ihre bemerkenswerte geologische Vergangenheit fasziniert. Dieser Archipel, bestehend aus 14 Inseln und Inselchen, erzählt eine Geschichte, die Millionen von Jahren zurückreicht. ## Geografische Lage und Überblick Die Brioni-Inseln liegen nur wenige Kilometer vor der Küste bei Pula und erstrecken sich über eine Gesamtfläche von etwa 7,5 Quadratkilometern. Die beiden größten Inseln, Veli Brijun und Mali Brijun, dominieren den Archipel. Seit 1983 stehen die Inseln als Nationalpark unter Schutz und bieten Besuchern eine einzigartige Kombination aus Natur, Geschichte und Kultur. ## Die geologische Geschichte: Eine Reise durch die Zeit Die geologische Entstehung der Brioni-Inseln ist eng mit der komplexen tektonischen Geschichte der Adria-Region verknüpft. Ihre Gesteine erzählen von einem tropischen Meer, gewaltigen Erdverschie...

Wackler an der Grenze, Teil 2: Wenn drei geologische Gebilde auf drei Arten beben svensagt.de – Erdbeben-Nachlese

  Vor ein paar Tagen habe ich hier über den Wackler bei Worms geschrieben, Stärke 3,3 bis 3,4, Oberrheingraben, tektonisch, alles wie im Lehrbuch. Wer den Beitrag gelesen hat, erinnert sich vielleicht an den Nebensatz, dass Deutschland noch zwei weitere Ecken hat, in denen die Erde regelmäßig ihre Meinung äußert. Zeit, die beiden Nachzügler nachzureichen, denn in beiden hat sich seit dem Frühsommer tatsächlich etwas getan – nur eben auf völlig unterschiedliche Art. Das Egerbecken: Fluide statt Verwerfung Fangen wir dort an, wo ich es angekündigt hatte. Das Vogtland und das nordwestböhmische Egerbecken ticken anders als der Oberrheingraben. Dort reißt keine Verwerfung mit einem einzelnen Hauptbeben, sondern es rumort in Schwärmen: hunderte bis tausende Kleinstbeben über Wochen, oft ohne dass eines davon nennenswert heraussticht. Der Auslöser sitzt tief, deutlich tiefer als bei Bad Reichenhall, dazu gleich mehr. Eine Studie des GFZ Potsdam, veröffentlicht Anfang des Jahres, hat f...

Der Enkel meldet sich zu Wort – Update Nr. 2

Anak Krakatau: Der Alltag nach dem Ausnahmezustand Eine knappe Woche nach dem großen Paroxysmus vom 4./5. September lässt sich eine Zwischenbilanz ziehen, die ich so vor einer Woche nicht unbedingt erwartet hätte: Der Vulkan selbst wird leiser, während die Folgen seines Auftritts erst jetzt in voller Größe sichtbar werden. Zwei parallele Geschichten also, und beide verdienen ein Update. Der Berg: Rutsche statt Rakete Am 8. September bestätigte die Leiterin der PVMBG, Rita Susilawati, offiziell, was sich in den Messwerten bereits abgezeichnet hatte: Die Aktivität ist in die strombolianische Phase zurückgekehrt, und es besteht keine Tsunamigefahr. Ganz vorbei ist die Sache damit ausdrücklich nicht. Am 10. September um 9:10 Uhr Ortszeit gab es einen weiteren Einzelausbruch – 47 Millimeter Amplitude, 17 Sekunden Dauer, Kolonhöhe wegen Nebels nicht beobachtbar –, dazu am selben Morgen drei Hybridbeben und anhaltenden, schwachen Dauertremor. Das ist, gemessen an den 174 Eruptionsbe...

12 to 12: Wenn die Popmusik ihre eigene Vergangenheit recycelt

  Der Algorithmus von Deezer hat mir neulich einen Song vorgesetzt, den ich vorher nicht kannte. „12 to 12“, ein Name, der sich anhört wie eine Öffnungszeit, keine Hymne. Nach den ersten zwanzig Sekunden war meine spontane Einschätzung: das ist ein Siebziger- oder Achtzigerjahre-Stück. Falsch lag ich damit nicht, nur dass der Song erst 2025 veröffentlicht wurde, von einem Künstler, der zu diesem Zeitpunkt zwanzig Jahre alt war und die Achtziger folglich nur aus zweiter Hand kennen kann. Der Song stammt von Sombr, bürgerlich Shane Boose, einem New Yorker Singer-Songwriter, der mit „12 to 12“ die vierte Single seines Debütalbums „I Barely Know Her“ veröffentlichte. Erschienen am 24. Juli 2025 über Warner Records, co-produziert mit Tony Berg in den Sound City Studios in Los Angeles, jenem Haus, in dem schon Fleetwood Mac und Nirvana aufgenommen haben. Das ist insofern kein Zufall, als der ganze Song ein bewusst gesetztes Zitat ist, kein zufälliges Abfärben. Ein Stilmix mit Ansage ...

Wackler an der Grenze: Das Erdbeben bei Worms

Am Donnerstagnachmittag, dem 10. September 2026, hat gegen 17:27 Uhr die Erde bei Worms kurz nachgedacht. Ergebnis: eine Magnitude von 3,3 bis 3,4, je nachdem, ob man das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung oder den Landeserdbebendienst Baden-Württemberg fragt. Die zwei Institute sind sich in der Nachkommastelle so uneins wie zwei Franken beim Bierpreis, aber für die praktischen Konsequenzen macht das keinen Unterschied: Es hat gewackelt, Möbel sind ein Stück gerückt, und ein paar Dutzend Menschen haben in Worms und Mannheim die Polizei angerufen, um zu fragen, ob gerade jemand gegen ihr Haus gefahren ist. Niemand wurde verletzt, es gibt keine gemeldeten Schäden, und die Feuerwehr hatte einen ruhigen Abend. Das ist bei einem Beben dieser Größenordnung auch zu erwarten – und genau deshalb lohnt sich der zweite Blick, denn die eigentlich interessante Geschichte steht nicht in den Eilmeldungen, sondern unter der Erde. Der Oberrheingraben lässt grüßen Das Epizentrum lag bei Worms, also ...

Der Revolutionär des Skispringens: Jan Boklöv und der V-Stil

In der Geschichte des Skispringens gibt es wenige Momente, die den Sport so grundlegend verändert haben wie die Einführung des V-Stils. Und im Zentrum dieser Revolution steht ein schwedischer Skispringer, der zunächst ausgelacht wurde, bevor er die gesamte Sportwelt auf den Kopf stellte: Jan Boklöv. ## Der Außenseiter aus Schweden Jan Boklöv war kein typischer Skispringer. In den späten 1980er Jahren kämpfte der Schwede darum, mit der internationalen Elite mitzuhalten. Seine Sprünge waren technisch nicht perfekt, und bei der Landung wirkte seine Haltung unkonventionell. Doch genau diese vermeintliche Schwäche sollte sich als sein größter Trumpf erweisen. ## Die Geburt des V-Stils Während alle anderen Springer ihre Skier parallel zueinander hielten – der klassische Parallelstil – begann Boklöv Ende der 1980er Jahre, seine Skispitzen auseinander zu spreizen und sie in einer V-Form zu halten. Was zunächst wie ein technischer Fehler aussah, war in Wahrheit ein aerodynamischer Geniestreich....

Waschen ja, nass machen nein

  Wie Deutschland die Zukunft haben will, ohne sie zu berühren Drei Meldungen, drei Symptome derselben Krankheit. In Obertshausen will Amazon ein Rechenzentrum bauen und trifft auf jene freundliche deutsche Skepsis, die immer dann ausbricht, wenn Infrastruktur nicht in einem Prospekt, sondern in Sichtweite steht. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer wollte Streamingkonzerne per Gesetz zu Subventionsgebern für die heimische Filmwirtschaft machen und wird dafür von der EU-Kommission zurechtgewiesen, weil ihm selbst die Grundrechenarten der eigenen Idee abhandengekommen sind. Und Jörg Kachelmann erklärt, mit der ihm eigenen Freude an der Zuspitzung, warum Menschen in diesem Land an geschlossenen Fenstern sterben, während sie gleichzeitig der Klimaanlage misstrauen wie einer Sekte. Man könnte das für drei unabhängige Ereignisse halten. Ich halte es für ein Muster. Rechenzentrum ja, aber bitte woanders Der Fall Obertshausen ist die x-te Neuauflage eines Films, den man in Mainta...