Hochwürden und Genosse: Was aus Fernandel und Gino Cervi wurde
Zwei Schauspieler, ein Dorf am Po und ein sechster Film, den es nie geben sollte Es gibt Filme, die man nicht im Kino gesehen hat, sondern im Fernsehen, an einem Sonntagnachmittag, und trotzdem kennt man sie besser als manchen Film, für den man Eintritt bezahlt hat. "Don Camillo und Peppone" gehört für meine Generation genau in diese Kategorie. Ein Pfarrer, der mit dem Gekreuzigten diskutiert wie mit einem Vorgesetzten, und ein kommunistischer Bürgermeister, der am Ende doch sein Kind taufen lässt. Mehr braucht es nicht, um Filmgeschichte zu schreiben. Anlass für diesen Beitrag ist ein Artikel auf joyn.de, der fragt, was eigentlich aus den beiden Hauptdarstellern geworden ist. Die kurze Antwort ist unspektakulär: Beide sind seit über fünfzig Jahren tot. Die lange Antwort ist interessanter, denn sie enthält einen verschollenen Film, einen Kommissar Maigret und einen Kommunisten-Darsteller, der im echten Leben für die Liberalen kandidierte. Das kleine Dorf und der große Er...