Energiekrise, Stromkrieg und politische Selbstüberschätzung: Was 1973 mit heute zu tun hat
Warum uns 1973, Elektromobilität und das Heizungsgesetz dieselbe Warnung senden. Oder auch Warum die Ölkrise von damals, die Stromdebatte von heute und das Mikromanagement der Politik dieselbe Lehre zeigen: Energiepolitik scheitert, wenn sie die Realität übersieht. Ich habe in den letzten Tagen alte Tagesschau-Ausgaben aus dem November 1973 gesehen, dazu ein Interview mit Fritz Vahrenholt gelesen und parallel die aktuelle Energie- und Stromdebatte verfolgt. Und je länger man sich das anschaut, desto klarer wird: Wir reden nicht nur über eine Energiekrise, sondern über ein Muster. Immer wieder reagiert Politik auf reale Knappheit mit Symbolik, Regelungsdrang und dem festen Glauben, man könne komplexe Energiesysteme per Beschluss stabilisieren. 1973 war kein Ausrutscher Die Ölkrise von 1973 war ein Schock, weil sie die Verwundbarkeit einer Industriegesellschaft brutal sichtbar machte. In der Tagesschau wurde damals schon über „Energiekrise - Arbeitsplätze“ gesprochen, u...