Satellit statt Spaten: Kann Starlink die Glasfaser ersetzen?
Ein Blick auf Bandbreite, Physik und Förderlogik – jenseits der Marketingfolie Irgendwann kommt sie, die Frage. Manchmal vom Bürgermeister, manchmal aus dem Bauamt, das gerade die Kosten einer Tiefbaumaßnahme kalkuliert, manchmal von einem Stadtrat, der beim Wort „Wirtschaftlichkeitslücke“ aufgehorcht hat: Muss das wirklich sein, das ganze Aufgraben? Reicht nicht auch Funk? Ich beschäftige mich seit 2013 mit dem Glasfaserausbau, und diese Frage hat mich in der Zeit in mindestens drei Verkleidungen besucht. Erst hieß sie LTE, dann 5G, und seit ein paar Jahren trägt sie einen Firmennamen und kreist als Satellitenschwarm über unseren Köpfen: Starlink. Zeit, sie technisch sauber zu beantworten, statt gefühlt. Geteiltes Medium gegen dediziertes Medium Der Unterschied beginnt nicht bei der Geschwindigkeit, sondern beim Prinzip. Eine Glasfaser vom OLT-Port im Keller des Netzbetreibers bis zur Dose beim Kunden ist eine dedizierte Leitung, physisch oder zumindest logisch dem Anschlus...