Der Ätna ist nicht, was wir dachten Eine neue Studie klassifiziert Europas aktivsten Vulkan als riesigen "Petit-Spot" — und das ändert einiges.
Ein Vulkan, der nicht in die Schublade passt Der Ätna raucht. Das tut er seit rund 500.000 Jahren, mit beeindruckender Regelmäßigkeit, mal mehr, mal weniger dramatisch. Europas aktivster Vulkan bricht im Schnitt mehrmals pro Jahr aus, manchmal brüllt er auch mitten in ein paar ruhige Monate hinein, wie zuletzt im Juni 2025, als er eine Wandergruppe so erschreckte, dass die Leute Hals über Kopf den Berg hinuntergerannt sind. Bekannt ist der Ätna. Gut erforscht auch. Und trotzdem — oder vielleicht gerade deswegen — konnte ihn die Vulkanologie nie wirklich sauber einordnen. Er passt nicht. Nicht in die Subduktionszone-Kategorie, nicht zu den klassischen Hotspot-Vulkanen wie Hawaii oder Island, und als reiner Stratovulkan ist er auch nur zur Hälfte korrekt beschrieben. Das hat Geologen seit Jahrzehnten beschäftigt. Jetzt liefert eine Schweizer-italienische Forschergruppe eine mögliche Antwort — und die hat es in sich. Die Studie: Ein Leck im Erdmantel Sébastien Pilet von de...