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Die Geschichte der Desuma Supermärkte: Ein vergessenes Kapitel des deutschen Einzelhandels

In der vielfältigen Landschaft des deutschen Lebensmittelhandels gab es einst viele regionale Ketten, die heute weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Eine dieser Marken war **Desuma** – ein Name, der für viele Menschen, die in den 1980er Jahren ihre Einkäufe erledigten, noch heute nostalgische Erinnerungen weckt. ## Die Anfänge und Eingliederung in größere Strukturen Desuma war Teil eines komplexen Netzwerks von Supermarktketten, das zur **Deutscher Supermarkt Handels GmbH** gehörte. Diese Düsseldorfer Gesellschaft betrieb nicht nur Desuma-Filialen, sondern auch Märkte unter den Namen "Deutscher Supermarkt", "Otto Mess" und "Hill". All diese Marken prägten in den 1970er und 1980er Jahren das Einkaufserlebnis vieler deutscher Verbraucher. ## Die Ära der großen Übernahmen Das Jahr 1988 markierte einen Wendepunkt in der Geschichte von Desuma. Die **Rewe-Handelsgesellschaft Leibbrand OHG** übernahm die gesamte Deutscher Supermarkt Handels GmbH und damit au...

Stalldorf, ein Umspannwerk und die Frage, wer am Ende wirklich profitiert

Ute Mündlein hat in ihrem neunsieben.digital-Newsletter kürzlich einen Batteriepark in Stalldorf erwähnt, Landkreis Würzburg, 1,63 Hektar, Inbetriebnahme Sommer 2029, garniert mit einer Milchmädchenrechnung zur Stromversorgung von Riedenheim während der Sommerferien. Charmant, wie sie das macht. Ich mag diese Zahlenspiele, sie machen abstrakte Megawattstunden greifbar. Nur: Wer mit mir schon länger unterwegs ist, weiß, dass ich an der Stelle nicht stehenbleibe, wo eine nette Zahl steht. Ich will wissen, warum das Ding dort steht, wo es steht, und warum es so gebaut wird, wie es gebaut wird. Die Rechtsgrundlage, die kaum jemand kennt Der eigentliche Treiber hinter der aktuellen Welle an Großbatteriespeichern neben Umspannwerken ist eine Änderung im Baugesetzbuch, konkret § 35 Abs. 1 Nr. 12 BauGB. Stand-Alone-Speicher gelten seither als privilegiertes Vorhaben im Außenbereich, wenn sie sich in einem Radius von maximal 200 Metern zu einem Umspannwerk oder Kraftwerk befinden, das Umspannwe...

Die Geschichte der Deutscher Supermarkt Handels GmbH: Ein Kapitel deutscher Handelsgeschichte

Die Deutscher Supermarkt Handels GmbH war ein bedeutender Akteur im deutschen Lebensmitteleinzelhandel, dessen Geschichte eng mit der Entwicklung der Supermarktkultur in Deutschland verwoben ist. Obwohl das Unternehmen heute nicht mehr unter diesem Namen existiert, spielte es eine wichtige Rolle bei der Etablierung moderner Handelsstrukturen in der Bundesrepublik. ## Ursprünge und internationale Verbindungen Die Deutscher Supermarkt Handels GmbH war eine Tochtergesellschaft der kanadisch-britischen Weston-Gruppe und hatte ihren Sitz in Düsseldorf. Diese internationale Anbindung war charakteristisch für die Zeit, in der ausländische Handelskonzepte und -strukturen Einzug in den deutschen Markt hielten und zur Modernisierung des heimischen Einzelhandels beitrugen. Das Unternehmen betrieb mehrere Supermarktketten unter verschiedenen Markennamen, die in den 1970er und 1980er Jahren in Deutschland bekannt waren: - **Deutscher Supermarkt**: Die namensgebende Hauptmarke - **DeSuMa**: Ein weit...

Die Geschichte von Comet Supermärkten: Eine Reise durch den deutschen Einzelhandel

Viele erinnern sich noch an die Comet Supermärkte – für manche waren sie sogar der erste große Supermarkt, in dem sie als Kind eingekauft haben. Doch was ist aus dieser einst so bekannten Kette geworden? Ihre Geschichte ist eng verknüpft mit den Umbrüchen und Konsolidierungen im deutschen Lebensmittelhandel. Die Blütezeit: Ein norddeutscher Name In den 1990er Jahren waren Comet Supermärkte vor allem in Norddeutschland ein fester Begriff. Sie standen für eine "große Auswahl, aber höhere Preise", was sie von den aufkommenden Discountern unterschied. Comet bot ein breites Sortiment an, das über reine Lebensmittel hinausging und oft auch Haushaltswaren oder Drogerieartikel umfasste. Viele der Märkte waren im Franchise-System organisiert, was bedeutete, dass die jeweiligen Einzelhändler die Logistik und den zentralen Einkauf über einen größeren Verbund nutzten, aber dennoch selbstständig agierten. Teil der Extra-Gruppe und der Metro AG Comet war Teil der Extra-Gruppe, einer Superm...

DIE Wissenschaft hat sich mal wieder geirrt. Zum Glück gibt es sie nicht.

Drei Jahrzehnte lang stand der Satz im Lehrbuch wie in Granit gehauen: FCKW zerstören die Ozonschicht, Punkt, Ende der Debatte, wer etwas anderes behauptet, ist Lobbyist oder Spinner. Jetzt kommt eine neue Studie in den Proceedings of the National Academy of Sciences und sortiert die Geschichte um vier Jahrzehnte nach hinten. Und ausgerechnet die Frau, die 1985 mit ihren eigenen Antarktis-Messungen den FCKW-Konsens erst zementiert hat, ist diejenige, die ihn jetzt selbst aufbohrt. Wer hier reflexhaft „Ozonloch-Lüge“ ruft, hat den Artikel nicht gelesen. Wer reflexhaft „die Wissenschaft hat das doch immer schon gesagt“ ruft, auch nicht. Zur Sache: Nicht FCKW haben die Ozonschicht zuerst angeknabbert, sondern Tetrachlormethan – ein Lösungsmittel, das schon 1914 in amerikanischen Fabriken verdunstete, als noch niemand das Wort Ozonloch kannte. Zwischen 1920 und 1960 war diese Chemikalie der Haupttreiber des menschengemachten Ozonabbaus. Mit der Messtechnik von heute, so die Studie, hätte m...

Atlas: Wenn der Bagger der Kindheit den Besitzer wechselt

Wenn ich als Kind einen Bagger gesehen habe, kam dieser zumeist von einer Firma: Atlas. Das war keine Marke unter vielen, das war schlicht der Bagger an sich – so wie Tempo das Taschentuch war. Jetzt steht genau diese Firma, traditionsreich und mit Hauptsitz im niedersächsischen Ganderkesee, kurz vor dem Verlust ihrer Eigenständigkeit. Käufer ist ausgerechnet ein kanadischer Traktorenhersteller. Buhler Versatile aus Winnipeg, Kanadas einziger Traktorenbauer und Teil der türkischen ASKO-Gruppe, will die insolvente Atlas-Gruppe übernehmen – Werke in Ganderkesee, Delmenhorst und Vechta, dazu das Ersatzteilgeschäft und die Beteiligung an Atlas Cranes UK. Notariell beurkundet wurde der Deal bereits am 11. Juni in Hamburg. Klingt nach einem erledigten Fall. Ist es aber nicht ganz: Laut einem NDR-Bericht vom 23. Juni kann der Käufer noch vom Vertrag zurücktreten, und behördliche Genehmigungen – sprich das Kartellamt – stehen weiterhin aus. Der Preis für die Rettung ist hoch. Von den rund 400 ...

Zementverbrauch auf dem Stand vor dem Zweiten Weltkrieg: Eine Zahl, die man zweimal lesen muss

Manche Zahlen muss man zweimal lesen, weil das Gehirn sich beim ersten Mal weigert, sie zu akzeptieren. Der Verbrauch von Zement in Deutschland liegt derzeit auf dem Niveau vor dem Zweiten Weltkrieg. Nicht sinnbildlich, nicht polemisch zugespitzt – das sagt der Präsident des Bundesverbandes Baustoffe, Dominik von Achten, der nebenbei auch noch den Dax-Konzern Heidelberg Materials führt. Wenn ausgerechnet der Mann an der Spitze des größten deutschen Zementherstellers diese Zahl in den Mund nimmt, ist das kein Lamento aus der zweiten Reihe. Konkret: der Zementverbrauch liegt rund 30 Prozent unter dem Niveau von 2020. Von Achten nennt das Kind beim Namen – keine Stagnation, sondern Rezession. Die Gründe sind dabei wenig überraschend für jeden, der seit über einem Jahrzehnt im Tiefbau und in der Infrastrukturbranche unterwegs ist: hohes Zinsniveau, gestiegene Bau- und Baunebenkosten, ein privater Wohnungsbau, der am Boden liegt, und rückläufige Investitionen sowohl im öffentlichen Infrastr...