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Es werden Posts vom Juli, 2026 angezeigt.

Feuchtwangen auf der Bundesnetzagentur-Karte: keine Spitzenposition, kein Drama

Christoph Engelhardt hat in der Facebook-Gruppe „Feuchtwangen“ auf eine neue Karte der Bundesnetzagentur hingewiesen: Sie zeigt die Versorgungsqualität der Verteilnetzbetreiber – bei uns also der Stadtwerke – und Feuchtwangen taucht dort nicht gerade in der obersten Liga auf.  Das ist erst mal eine Meldung, aus der man in fünf Minuten entweder eine Aufregerschlagzeile oder eine sachliche Einordnung machen kann. Ich versuche mich an Letzterem, auch wenn Ersteres bekanntlich mehr Klicks bringt. Was die Karte eigentlich misst Die Bundesnetzagentur veröffentlicht pro Verteilnetzgebiet vier Kennzahlen: die Unterbrechungsminuten je Letztverbraucher, die durchschnittliche Dauer bis zur Herstellung eines neuen Netzanschlusses, den Digitalisierungsgrad des Netzbetriebs und einen daraus verdichteten Digitalisierungsindex, dargestellt als Ampelfarbe mit jeweils zehn Abstufungen. Grundlage ist das Erhebungsjahr 2024, die Karte soll künftig jährlich aktualisiert werden. Das ist im Kern nichts a...

Wenn Pflicht Legende wird: Olds, James, Withers und Tuxford

Es gibt Momente in der Geschichte, in denen Männer nicht aus Ruhmsucht handelten, sondern weil jemand eine Aufgabe erfüllen musste. Vier Namen stehen exemplarisch für diese Haltung: Robin Olds, Daniel "Chappy" James, Martin Withers und Bob Tuxford. Ihre Geschichten zeigen uns, dass wahre Größe oft darin liegt, den Job zu machen – nicht weil man zur Legende werden will, sondern weil es eben einer tun muss. ## Robin Olds und Chappy James: Führung durch Vorbild Als Colonel Robin Olds 1966 das Kommando über die 8th Tactical Fighter Wing in Thailand übernahm, stand er vor einer demoralisierten Einheit. Die Verluste über Nordvietnam waren hoch, die Erfolgsquote niedrig. Olds hätte sich auf seine Position zurückziehen können – stattdessen flog er selbst die gefährlichsten Missionen. An seiner Seite: Lieutenant Colonel Daniel "Chappy" James Jr., sein Stellvertreter. Die Partnerschaft zwischen dem weißen Colonel und dem schwarzen Deputy Commander war 1966 alles andere als se...

Warum "Jeder muss studieren" der falsche Weg ist

  Es gibt einen Irrglauben in unserer Gesellschaft, der sich hartnäckig hält: Nur wer studiert hat, ist wirklich qualifiziert. Nur ein Hochschulabschluss öffnet die Türen zu einer erfolgreichen Karriere. Diese einseitige Sichtweise halte ich nicht nur für falsch, sondern auch für gefährlich – für junge Menschen und für unsere Wirtschaft gleichermaßen. Mein Weg: Ausbildung als Fundament In den 90er Jahren habe ich eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel absolviert. Später folgten Weiterbildungen zum Fachwirt, Betriebswirt und Techniker über Fachschulen. Dieser Weg war keineswegs ein Umweg oder eine Notlösung – er war eine bewusste Entscheidung, die sich ausgezahlt hat. Heute fühle ich mich mindestens genauso gut auf jegliche berufliche Herausforderungen vorbereitet wie Kolleginnen und Kollegen mit Hochschulabschluss. Die Stärke der dualen Ausbildung: Praxis von Tag eins Was macht eine Ausbildung – ob gewerblich oder kaufmännisch – so wertvoll? Es ist die Verbindun...

Wer Neandertaler sucht und ein Erdbeben findet

Manchmal gräbt man nach der Vergangenheit der Menschheit und stößt stattdessen auf die Launen der Erdkruste. Genau das ist 1993 bei einer archäologischen Rettungsgrabung in Beauvais passiert, rund 75 Kilometer nördlich von Paris, an einer Fundstelle namens „La Justice". Gesucht wurde nach Spuren des Paläolithikums. Gefunden wurden auf über 1.000 Quadratmetern Störungen in eiszeitlichen Sedimenten. Damals hat man das dokumentiert, archiviert und im Wesentlichen liegen lassen. Erst jetzt, mehr als 30 Jahre später, hat ein Team um Stéphane Baize die alten Grabungsunterlagen tektonisch neu ausgewertet und im Juni 2026 in den Comptes Rendus Géoscience der Académie des Sciences veröffentlicht. Das Ergebnis ist eine der spannenderen geologischen Randnotizen des Jahres: eine der seismisch ruhigsten Regionen Westeuropas hat offenbar vor rund 45.000 bis 60.000 Jahren ein kräftiges Erdbeben erlebt, und die Störung, die es verursacht hat, gilt seither eigentlich als tot. Der Befund im Det...

Der Pfahl, die Masse und eine Störung namens Rodl – Ostbayerns Untergrund im Porträt

Wer durch den Bayerischen Wald fährt, sieht Wald. Viel Wald. Und wenn man Glück hat, einen weiß schimmernden Felszügel, der aussieht, als hätte jemand mit dem Lineal eine Mauer durch die Landschaft gezogen und dann das Interesse daran verloren. Genau das ist im Grunde passiert – nur hat es 275 Millionen Jahre gedauert und niemand hat ein Lineal benutzt. Ich habe mir die drei Begriffe, die in Ostbayerns Untergrund für Ordnung sorgen (oder eben für das Gegenteil davon), noch einmal genauer angesehen: die Böhmische Masse, den Bayerischen Pfahl und die Rodl-Störung. Die Böhmische Masse – das Fundament, das keiner sieht Die Böhmische Masse ist das kristalline Grundgebirge, auf dem große Teile Ostbayerns buchstäblich stehen. Ihre älteste Bauzeit begann bereits im Proterozoikum, also vor beinahe einer Milliarde Jahren, als in einem tiefen Meeresbecken Sande, Tone und Mergel abgelagert wurden. Die sanken bis in 30 Kilometer Tiefe ab, wurden dort ordentlich durchgeknetet und tauchten irgend...

Wenn der Flügel fällt: Windkraft zwischen Havarie, Brandschutz und Entsorgungsnotstand Havarien, Brände, Partikel, Rückbau und Entsorgung von Windenergieanlagen — ein Blick auf die Fälle Waldhausen, Alfstedt und Weiden

  Drei Meldungen aus den letzten zwölf Monaten reichen, um zu verstehen, warum dieses Thema mehr verdient als die übliche Empörungsschleife aus Kommentarspalten. Am 5. Juli 2026 verliert eine neunzehn Jahre alte Anlage im Windpark Waldhausen bei Aalen ein komplettes Rotorblatt. Im niedersächsischen Alfstedt verteilen sich seit Jahren Glasfasersplitter über Äcker, weil ein abgebrochener Flügel monatelang am Turm hängen bleibt. Und in Weiden in der Oberpfalz sitzt seit August 2025 ein Entsorgungsunternehmer in Untersuchungshaft, weil er über Jahre Windradschrott illegal nach Tschechien und Polen verklappt haben soll. Drei völlig unterschiedliche Vorfälle, ein gemeinsamer Nenner: Was mit einem Rotorblatt passiert, wenn es bricht, brennt oder ausgedient hat, ist technisch und organisatorisch offenbar deutlich schwerer zu beherrschen als der Bau der Anlage selbst. Ich will hier keine Kampagne gegen Windkraft fahren, das überlasse ich anderen Blogs mit anderem Publikum. Aber die Frage,...

Ein Grollen im Dreiländereck Was ein Beben der Stärke 1,8 bei Volary über den Untergrund des Bayerischen Waldes erzählt

 Am 19. Juli 2026, kurz nach 13 Uhr, hat sich die Erde im Dreiländereck Deutschland – Tschechien – Österreich ein kleines Stück bewegt. Nicht dramatisch, nicht folgenreich, aber immerhin messbar: ein Erdbeben der Magnitude 1,8, Epizentrum knapp südlich der tschechischen Stadt Volary, etwa zehn Kilometer östlich von Haidmühle im Landkreis Freyung-Grafenau. Das Hypozentrum lag rund zehn Kilometer tief, also mitten in der oberen Erdkruste, dort, wo solche Ereignisse in dieser Region typischerweise entstehen. Für die allermeisten Menschen in Haidmühle, Bischofsreut oder auf der tschechischen Seite bei Volary dürfte der 19. Juli ein Tag wie jeder andere gewesen sein. Meldungen über eine spürbare Erschütterung liegen bislang nicht vor, und das überrascht wenig. Eine Magnitude von 1,8 bewegt sich am unteren Rand dessen, was seismologische Netze überhaupt noch zuverlässig registrieren. Trotzdem lohnt sich der zweite Blick, denn kleine Beben sind Boten größerer geologischer Zusammenhänge –...

LTE450: Das stille Rückgrat der Krisenkommunikation

Über Krisenfestigkeit wird derzeit viel geredet, meist von Leuten, die noch nie einen Funkmast von innen gesehen haben. Das 450-MHz-Netz, gerne LTE450 genannt, gehört dagegen zu den Dingen, die einfach funktionieren, ohne dass jemand drüber spricht – was in der Telekommunikation ungefähr so selten ist wie ein Bauprojekt ohne Bauzeitverlängerung. LTE450 ist kein Netz für Privatkunden. Es ist ein geschlossenes Spezialnetz für Kritische Infrastrukturen: Energieversorger, Wasserwerke, Verkehrsunternehmen – die Betriebe also, bei denen ein Ausfall nicht bedeutet, dass jemand kein Streaming mehr schauen kann, sondern dass im schlimmsten Fall die Lichter ausgehen. Der eigentliche Trick liegt in der Frequenz. 450 MHz ist im Mobilfunkvergleich nahezu Steinzeit, und genau das ist der Witz dabei: niedrige Frequenzen reisen weiter und kommen besser durch Wände, Keller und Stahlbeton als die hochfrequenten Bänder, mit denen sich der Privatkunde heute sein LTE oder 5G holt. Für Umspannwerke, Leitste...

Die Geschichte von BayWa und Raiffeisen: Zwei Säulen der genossenschaftlichen Tradition

Die Geschichten von BayWa und Raiffeisen sind tief in der europäischen Genossenschaftsbewegung verwurzelt. Beide Namen stehen für mehr als nur Unternehmen – sie repräsentieren eine Idee der gemeinschaftlichen Selbsthilfe, die vor über 150 Jahren entstand und bis heute nachwirkt. ## Die Raiffeisen-Idee: Der Ursprung Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) gilt als einer der Gründerväter des genossenschaftlichen Gedankens in Deutschland. Als Bürgermeister mehrerer Gemeinden im Westerwald erlebte er die Not der ländlichen Bevölkerung hautnah. Die Bauern waren oft verschuldet und den Wucherern hilflos ausgeliefert. 1864 gründete Raiffeisen in Heddesdorf die erste ländliche Darlehnskassengenossenschaft. Seine Vision war einfach und revolutionär zugleich: Durch Zusammenschluss sollten sich die Landwirte gegenseitig helfen, faire Kredite erhalten und gemeinsam wirtschaften können. Die Raiffeisen-Prinzipien – Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung – wurden zum Fundament einer B...

Die Sandoz-Katastrophe von Schweizerhalle 1986: Als der Rhein rot wurde

Am frühen Morgen des 1. November 1986 ereignete sich am Rhein eine der schwersten Umweltkatastrophen in der Geschichte Europas. Was als Lagerhallenbrand bei dem Schweizer Chemiekonzern Sandoz in Schweizerhalle bei Basel begann, entwickelte sich zu einem ökologischen Desaster mit Auswirkungen bis nach Mannheim und in die Niederlande. ## Die Nacht des Schreckens Gegen 0:19 Uhr brach in Lagerhalle 956 des Sandoz-Werks ein verheerender Brand aus. Die vollständig zerstörte Halle beherbergte 1.350 Tonnen verschiedener Chemikalien – vornehmlich Agrarchemikalien, Hilfsstoffe, Zwischenprodukte und Quecksilberverbindungen. Die Feuerwehr kämpfte stundenlang gegen die Flammen, doch dabei entstand das eigentliche Problem: Das kontaminierte Löschwasser. Insgesamt gelangten etwa 20 Tonnen hochgiftiger, rot gefärbter Chemikalien mit dem Löschwasser ungehindert in den Rhein. Darunter befanden sich 2,6 Tonnen Quecksilber sowie verschiedene Pflanzenschutzmittel und andere toxische Substanzen. Der Rhein f...

Loco in Acapulco: Ein zeitloser Sommerhit mit unwiderstehlichem Charme

Es gibt Songs, die schaffen es, eine ganze Generation zu definieren und gleichzeitig über Jahrzehnte hinweg ihre Magie zu bewahren. "Loco in Acapulco" gehört zweifellos in diese Kategorie. Dieser mitreißende Hit aus den 80er Jahren ist weit mehr als nur ein Ohrwurm – er ist eine musikalische Einladung zum Träumen, Tanzen und Loslassen. ## Ein Song, der Urlaubsträume weckt Schon beim ersten Hören entführt uns "Loco in Acapulco" gedanklich an die sonnigen Strände Mexikos. Der eingängige Rhythmus und die lebendige Melodie schaffen eine Atmosphäre, die sofort Fernweh auslöst. Man kann förmlich die warme Meeresbrise spüren und das türkisblaue Wasser vor sich sehen. Diese Fähigkeit, mit nur wenigen Takten eine komplette Urlaubsstimmung zu erschaffen, macht den Song zu etwas Besonderem. ## Das kreative Duo hinter dem Hit "Loco in Acapulco" entstand durch die Zusammenarbeit zweier musikalischer Genies: Phil Collins und Lamont Dozier schrieben und produzierten dies...

Dark Factories in China: Warum die "dunklen Fabriken" die Zukunft der Fertigung sind

Die Industrielandschaft Chinas durchlebt eine stille Revolution. Während traditionelle Fabriken mit grellen Neonlichtern und geschäftigen Arbeitern assoziiert werden, entstehen im Reich der Mitte zunehmend sogenannte "Dark Factories" – vollautomatisierte Produktionsstätten, die buchstäblich im Dunkeln operieren können, da keine menschlichen Arbeiter vor Ort benötigt werden. ## Was sind Dark Factories? Dark Factories, auch "Lights-Out-Factories" genannt, sind hochautomatisierte Fertigungsanlagen, die mit minimaler oder ganz ohne menschliche Präsenz auskommen. Der Begriff "dunkel" bezieht sich darauf, dass diese Fabriken theoretisch ohne Beleuchtung betrieben werden könnten, da Roboter und Maschinen kein Licht zum Arbeiten benötigen. Diese Anlagen setzen auf modernste Technologien wie Künstliche Intelligenz, Internet of Things (IoT), Robotik und maschinelles Lernen. ## Warum China die Vorreiterrolle übernimmt China positioniert sich als globaler Marktführer ...

Der Speicher-Boom und seine blinde StelleWenn die Feuerwehr zum Restrisikoträger wird

Zwei Einsätze, ein Muster Bautzen, Ende Juni: Ein Batteriegroßspeicher auf dem Schliebenparkplatz gerät in Brand – vier Überseecontainer mit Lithium-Ionen-Zellen, zusammen 1,5 Megawatt Leistung. Die Feuerwehr löscht über weite Strecken gar nicht. Sie kühlt, um eine weitere Erwärmung und eine mögliche Explosion zu verhindern. Erst als dieser Prozess abgeschlossen ist, öffnet ein Bagger den Container, damit ein Löschroboter das eigentliche Feuer bekämpfen kann. Wenige Tage später, Bentwisch bei Rostock: Anwohner melden Rauch aus einem Anbau, in dem der Batteriespeicher einer privaten Photovoltaikanlage qualmt. Die alarmierte Feuerwehr betritt das Gebäude, um die Lage zu erkunden – in genau diesem Moment kommt es zur Explosion. Drei Kameraden werden von der Druckwelle mehrere Meter zurückgeschleudert und leicht verletzt, zwei weitere stehen unter Schock. Zwei völlig unterschiedliche Anlagengrößen, ein und dasselbe Grundproblem: Niemand in der Einsatzleitung konnte auf ein eingespieltes, b...

Die Magie von Motown: Wie Detroit den Sound einer Generation prägte

Es gibt wenige Musik-Labels, die so nachhaltig die Popkultur geprägt haben wie Motown Records. Die Geschichte dieses legendären Labels ist nicht nur eine Erfolgsgeschichte der Musikindustrie, sondern auch ein faszinierendes Kapitel der amerikanischen Sozialgeschichte – und für viele deutsche Musikliebhaber war es Radiomoderatoren wie Fritz Egner zu verdanken, dass diese zeitlose Musik auch hierzulande ihre verdiente Würdigung fand. ## Die Anfänge: Berry Gordys Vision Alles begann 1959 in Detroit, Michigan, als Berry Gordy Jr. mit gerade einmal 800 Dollar geliehenes Geld das Label Tamla Records gründete, das später zu Motown Records werden sollte. Gordy hatte eine revolutionäre Vision: Er wollte "The Sound of Young America" schaffen – Musik, die Rassengrenzen überwinden und sowohl bei schwarzen als auch bei weißen Hörern Anklang finden würde. Der Name "Motown" war eine Verschmelzung von "Motor Town", einem Spitznamen für Detroit, die Stadt der Automobilindu...

Der Semmering hat wieder geklopft

Es ist kurz vor zwei Uhr morgens, irgendwo zwischen Gloggnitz und Schöttwien, und die Mur-Mürztal-Störung meldet sich mit einem Ruck von Magnitude 4,5. Ich schreibe das an einem Freitagvormittag, und ich vermute, ein paar hunderttausend Menschen zwischen Wien, Graz und Bratislava haben ihre Nacht ungeplant unterbrochen bekommen. Willkommen im südlichen Wiener Becken, der am zuverlässigsten wackelnden Ecke Österreichs. Laut GeoSphere Austria lag das Epizentrum acht Kilometer südwestlich von Gloggnitz, in etwa vier Kilometer Tiefe. Herdtiefen in dieser Größenordnung sind der Grund, warum ein Beben dieser Magnitude überhaupt so breit wahrgenommen wird: flach genug, dass die Energie nicht auf halbem Weg verpufft. Wahrnehmungsmeldungen kamen entsprechend nicht nur aus Mürzzuschlag, Gloggnitz, Ternitz oder Wiener Neustadt, sondern bis nach Wien, Graz und in Teile Ungarns hinein. Im unmittelbaren Epizentralbereich sind laut Erdbebendienst vereinzelt leichte Schäden zu erwarten, das übliche Re...

Die Geschichte des Kaufhaus Klausfelder in Nürnberg: Ein Kapitel Nürnberger Handelsgeschichte

An der Ecke Zeltnerstraße und Sandstraße in Nürnberg stand einst ein Kaufhaus, das heute nur noch in den Erinnerungen der älteren Nürnberger lebt: das Kaufhaus Klausfelder. Die Geschichte dieses Handelshauses ist ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Entwicklung Nürnbergs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts – geprägt von Aufbruch, Wandel und schließlich dem Ende einer Ära. ## Die Blütezeit: Ein Kaufhaus entsteht Das Kaufhaus Klausfelder wurde in den 1980er Jahren in der Zeltnerstraße 15-19 errichtet und etablierte sich schnell als wichtiger Einzelhandelsstandort im Herzen Nürnbergs. Der moderne Betonbau mag architektonisch nicht zu den schönsten Gebäuden der Stadt gezählt haben, doch er erfüllte seinen Zweck als Handelshaus vollauf. Das Geschäft spezialisierte sich vor allem auf Kfz- und Campingzubehör und bediente damit eine wachsende Nachfrage in einer Zeit, in der Mobilität und Freizeitgestaltung für die deutsche Gesellschaft immer wichtiger wurden. Die strategisch günstige La...