"Unterirdischer Journalismus: Wenn Rechtschreibung zum Luxus wird"
Liebe Leserinnen und Leser,
stellen Sie sich vor, Sie schlagen die Zeitung auf und werden von einer Flutwelle an Rechtschreibfehlern und Grammatik-Fauxpas überrollt. Willkommen in der schönen neuen Welt des deutschen Journalismus, wo Faktenchecks und Recherche Schnee von gestern sind und selbst die einfachsten Rechtschreibregeln mit Füßen getreten werden.
Es scheint, als hätten die Redaktionen bundesweit beschlossen, dass die Rechtschreibung ein überflüssiger Luxus ist. Kommas werden nach Lust und Laune gesetzt, die Groß- und Kleinschreibung mutiert zur Glückssache und die Zeichensetzung tanzt Samba. Da fragt man sich doch, ob die Journalisten ihre Ausbildung in einer WhatsApp-Gruppe absolviert haben.
Aber keine Sorge, liebe Leser! Die "Journalisten" von heute haben Wichtigeres zu tun, als sich mit solch trivialen Dingen wie korrekter Sprache aufzuhalten. Sie sind schließlich die Hüter der Wahrheit, die uns mit ihren Meinungen und Halbwahrheiten füttern. Da bleibt keine Zeit mehr für langweilige Rechtschreibkurse. Hauptsache, die Botschaft kommt an, auch wenn sie aussieht, als hätte eine Horde betrunkener Affen auf der Tastatur getanzt.
Und wir, die Leser? Wir dürfen uns an diesem intellektuellen Scherbenhaufen erfreuen und uns fragen, ob wir gerade die Bild-Zeitung oder ein dadaistisches Gedicht lesen. Aber hey, immerhin wird es nicht langweilig!
In diesem Sinne: Lassen Sie uns gemeinsam den Niedergang des deutschen Journalismus feiern und uns auf die Zukunft freuen, in der die Rechtschreibung endgültig abgeschafft wird. Dann können wir endlich alle so schreiben, wie uns der Schnabel gewachsen ist – und die Journalisten werden sich in ihrer sprachlichen Inkompetenz nicht mehr allein fühlen.
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