Sturm, Orkan, Hurrikan - Was ist was? Und was sind Tornados?



Der Wind weht, die Bäume wiegen sich – alles ganz normal. Doch wann wird aus einem lauen Lüftchen ein Sturm und was unterscheidet eigentlich einen Hurrikan von einem Taifun? Und was hat es mit Tornados auf sich? Hier bringen wir Licht ins Dunkel der Windstärken!
Die Beaufort-Skala:
Um die Windstärke zu messen, verwenden Meteorologen die Beaufort-Skala. Diese reicht von 0 (Windstille) bis 12 (Orkan). Ab Windstärke 8 sprechen wir von einem Sturm. Doch innerhalb dieser Kategorie gibt es noch weitere Abstufungen:
 * Sturm: Windstärke 8-9, Windgeschwindigkeit 62-88 km/h. Hier können schon kleinere Schäden auftreten, Äste brechen ab und es ist schwierig, gegen den Wind zu laufen.
 * Schwerer Sturm: Windstärke 10, Windgeschwindigkeit 89-102 km/h. Bäume können entwurzelt werden, Dachziegel lösen sich und es besteht die Gefahr umherfliegender Gegenstände.
 * Orkan: Windstärke 11-12, Windgeschwindigkeit 103-117 km/h (Orkan) und über 118 km/h (schwerer Orkan). Hier kommt es zu schweren Schäden an Gebäuden und Infrastruktur, der Aufenthalt im Freien ist lebensgefährlich.
Hurrikan, Taifun, Zyklon – alles das Gleiche?
Im Prinzip ja! Diese Begriffe bezeichnen alle das gleiche Wetterphänomen: einen tropischen Wirbelsturm mit extrem niedrigem Luftdruck und Windgeschwindigkeiten von mindestens 119 km/h. Der einzige Unterschied liegt im Entstehungsort:
 * Hurrikan: Entsteht über dem Atlantik und dem Nordostpazifik.
 * Taifun: Bildet sich im Nordwestpazifik.
 * Zyklon: Tritt im Indischen Ozean und im Südpazifik auf.
Und was ist ein Tornado?
Ein Tornado ist ebenfalls ein Wirbelsturm, entsteht aber anders als Hurrikans über Land und ist deutlich kleiner und kurzlebiger. Erkennbar ist er an seinem charakteristischen trichterförmigen Wolkenschlauch, der sich vom Himmel bis zum Boden erstreckt. Im Inneren des Trichters herrschen extreme Windgeschwindigkeiten, die mehrere hundert km/h erreichen können.
Tornados in Deutschland?
Ja, auch in Deutschland können Tornados auftreten! Jährlich werden hierzulande schätzungsweise 20 bis 60 Tornados gesichtet, die meisten davon mit geringer Intensität. Besonders häufig treten sie im Sommer auf, wenn die Wetterbedingungen günstig sind. Die stärksten Tornados wurden bisher in Norddeutschland beobachtet.
Fazit:
Ob Sturm, Orkan, Hurrikan oder Tornado – starke Winde können gefährlich sein. Achtet auf die Wettervorhersagen und nehmt Warnungen ernst!
Zusätzliche Informationen:
 * Die Saffir-Simpson-Skala kategorisiert Hurrikane in fünf Kategorien, basierend auf ihrer Windgeschwindigkeit und dem potenziellen Schaden.
 * Die Fujita-Skala klassifiziert Tornados nach ihrer Intensität und den verursachten Schäden.
 * In Deutschland treten Hurrikans und Taifune nicht auf, Orkane und Tornados sind jedoch möglich.

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