Wenn das Schlagzeug Pause hat, aber die Welt entsteht: Eine Hommage an „Fool’s Overture“
Manchmal braucht es einen Meteorologen, um einem musikalisch die Augen zu öffnen. Oder in meinem Fall: Ein Plakat an der Wand von Christian Häckl im Video-Podcast mit Jörg Kachelmann. Da hing es, das Cover von „Even in the Quietest Moments…“ – der schneebedeckte Flügel in den Bergen. Ich dachte mir so um die Weihnachtszeit: „Ja mei, dann hören wir halt mal rein.“ Als alter Genesis-Jünger (und Liebhaber von Queen, Pink Floyd und Yes) bin ich epische Strukturen gewohnt. Supertramp kannte ich natürlich – wer tut das nicht? Vor allem „Dreamer“ hat mich geprägt, allerdings in der orchestralen Wucht des Vienna Symphonie Orchestra Projects, das damals die Titelmusik der Spielshow meiner Kindheit, „Ein Tag wie kein anderer“, lieferte. Aber dieses Album hier? Es ist exakt ein Jahr und drei Monate älter als ich. Und was soll ich sagen? Ich habe reingehört und es für absolut brillant befunden. Besonders ein Werk hat mich völlig aus den Socken gehauen: Fool’s Overture. Das große Besteck der T...