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Brüssel regelt die Zukunft tot: Wie die EU die KI-Revolution verschläft – aber wenigstens ordentlich dokumentiert

**Eine satirische Abrechnung mit europäischer Regulierungswut und der Kunst, Innovation im Keim zu ersticken** Während Silicon Valley KI-Modelle baut, China KI-Infrastrukturen hochzieht und selbst kleinere Nationen experimentieren, bastelt Brüssel an etwas noch viel Wichtigerem: dem perfekten Regelwerk. Der AI Act ist da, 459 Seiten geballte Regulierung für eine Technologie, die sich schneller entwickelt als die EU-Kommission "Arbeitsgruppe einberufen" sagen kann. Europa hat wieder einmal bewiesen: Wenn wir schon nicht die Innovation anführen können, dann regulieren wir sie wenigstens zu Tode. Und sind auch noch stolz darauf. ## Erst schießen, dann fragen? Nein, erst regulieren, dann… warten, was war nochmal die Frage? Die EU-Logik beim Thema KI ist so bestechend wie ein Feuerwehrmann, der erst die Brandschutzverordnung aktualisiert, bevor er das brennende Haus löscht. Während andere Regionen der Welt KI *nutzen*, um zu verstehen, wie sie funktioniert, welche Risiken real sin...

Deutschland und die Cloud: Wenn German Angst auf digitale Realitätsverweigerung trifft

**Eine kritische Betrachtung über Sicherheitsparanoia, KI-Wunschdenken und den deutschen Hang zur Selbstsabotage** Die Zahlen der STRATO-Studie lesen sich wie ein Psychogramm einer Nation im digitalen Dilemma: 66 Prozent Cloud-Nutzung in Deutschland, während Niederlande und Schweden bei 80 Prozent liegen. 58 Prozent horten ihre Daten noch auf externen Festplatten. Gleichzeitig wünschen sich 67 Prozent KI-gestützte Sicherheitsfunktionen in der Cloud. Deutschland im Jahr 2025 – ein Land, das die Cloud nicht richtig nutzen will, aber bitte mit allen Extras. Willkommen im Land der widersprüchlichen Erwartungen. ## German Angst reloaded: Die Festplatte unter dem Kopfkissen Dass Deutschland ein gespaltenes Verhältnis zur Digitalisierung hat, ist keine neue Erkenntnis. Aber diese Studie zeigt exemplarisch, wie tief die Verunsicherung sitzt. Während unsere europäischen Nachbarn längst verstanden haben, dass Cloud-Speicher nicht der digitale Teufel sind, klammern wir uns an externe Festplatten ...

Nürnberg, du hast fertig! Warum die Breite Gasse zur Geistermeile wurde und Fürth jetzt die Krone trägt

**Eine satirische Liebeserklärung an den urbanen Niedergang** Liebe Nürnberger, herzlichen Glückwunsch! Ihr habt es endlich geschafft. Nach jahrelangem, konsequentem Bemühen ist eure Breite Gasse nun das, was sie schon immer sein wollte: ein dystopischer Film-Set für Zombie-Apokalypsen. Kein lästiges McDonald's-Geschrei mehr, kein Starbucks-Gedränge, keine Teenager, die bei Foot Locker Sneaker anprobieren. Nur noch herrliche Leere, dekoriert mit liebevoll auf DIN-A4 ausgedruckten Abschiedsbriefen. „Bye Bye und Dankeschön" – poetischer kann man eine Geschäftsaufgabe kaum formulieren. Während Nürnberg mit seiner „Zukunftsinitiative Innenstadt" (Ironie des Namens: weltmeisterverdächtig) bis Herbst 2027 an der Breiten Gasse herumbastelt, hat Fürth – ja, richtig gelesen, FÜRTH! – einfach mal die Krone aufgesetzt und übernommen. Die kleine Schwester, jahrzehntelang belächelt als Nürnbergs ungeliebter Anhang, feiert 2025 stolze 50 Jahre Fußgängerzone. Und das Beste: Sie funktion...

Wenn Vereinfachung zur Kapitulation wird: Über den schleichenden Bildungsabbau

Es ist ein bemerkenswerter Widerspruch unserer Zeit: Während wir in einer Welt leben, die immer komplexer wird, scheint das Bildungssystem darauf zu reagieren, indem es die Anforderungen senkt statt die Menschen zu befähigen, mit dieser Komplexität umzugehen. Nachrichten in einfacher Sprache, Goethe light, Verzicht auf schriftliche Division – was auf den ersten Blick inklusiv und zugänglich wirken mag, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als fatale Kapitulation vor dem eigentlichen Bildungsauftrag. ## Die falsche Antwort auf echte Herausforderungen Niemand bestreitet, dass Menschen unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten haben. Niemand leugnet, dass Nachrichten komplex sein können oder Goethes Sprache für Jugendliche zunächst sperrig wirkt. Aber die Lösung kann doch nicht sein, die Messlatte immer weiter zu senken, bis sie am Boden liegt. Wenn wir Nachrichten dauerhaft in einfacher Sprache anbieten, trainieren wir Menschen nicht darin, komplexe Zusammenhänge zu verstehen – wir gewöhnen...

Die Düppeler Schanzen: Vom Schlachtfeld zur Legende

## Der Deutsch-Dänische Krieg von 1864 und die Entstehung eines Mythos Am 18. April 1864 donnerten preußische Kanonen über die Düppeler Schanzen hinweg und läuteten damit nicht nur das Ende der dänischen Herrschaft in Schleswig-Holstein ein, sondern schufen auch einen der wirkmächtigsten Mythen der deutschen Militärgeschichte. Die Schlacht um die Düppeler Schanzen wurde zum Symbol preußischer Tapferkeit und zum Gründungsnarrativ des entstehenden Deutschen Reiches. ## Der historische Kontext Der Deutsch-Dänische Krieg von 1864 entsprang den komplexen Verflechtungen der schleswig-holsteinischen Frage. Nach dem Tod des dänischen Königs Frederik VII. ohne männliche Nachkommen beanspruchte Christian IX. von Dänemark die Thronfolge auch in den Herzogtümern Schleswig und Holstein. Dies widersprach jedoch den Erbverträgen, die eine Personalunion der Herzogtümer mit Dänemark ausschlossen. Der Deutsche Bund, angeführt von Preußen und Österreich, sah dies als Bruch des Londoner Protokolls von 185...

Warum Smart-City-Projekte der öffentlichen Hand zum Scheitern verurteilt scheinen

Das Entsetzen im Konstanzer Gemeinderat war groß. Kurz vor Weihnachten diskutierten die Stadträte erstmals in öffentlicher Sitzung über den Stand des Programms Smart Green City – und was dabei deutlich wurde, gleicht einem Offenbarungseid: Vier Jahre nach dem Start des ursprünglich auf 15 Millionen Euro angelegten Digitalisierungsprogramms gibt es kaum konkrete Ergebnisse. Sieben Projekte sind komplett gestoppt, aus sieben weiteren kommt die Stadt nicht heraus, und nur auf vier Vorhaben ruhen noch Hoffnungen. Die Reaktionen der Stadträte sprechen Bände: "Massives System-, Organisations- und Führungsversagen", "Flurschaden", "Desaster", "Geldverschwendung zulasten der Steuerzahler". Was in Konstanz passiert ist, wirft eine fundamentale Frage auf: Sind Smart-City-Projekte der öffentlichen Hand von vornherein zum Scheitern verurteilt? ## Konstanz: Ein exemplarisches Desaster Das Konstanzer Smart Green City-Programm sollte ein Leuchtturmprojekt werde...

Warum wir mehr Don Alphonso brauchen: Ein Plädoyer für unbequeme Stimmen im deutschen Journalismus

  In einer Zeit, in der der öffentliche Diskurs zunehmend polarisiert und die Meinungsvielfalt in den Medien scheinbar schrumpft, ist es wichtig, über jene Stimmen zu sprechen, die bewusst gegen den Strom schwimmen. Eine solche Stimme ist Rainer Meyer, besser bekannt unter seinem Pseudonym Don Alphonso – ein Journalist und Blogger, der seit Jahren die deutsche Medienlandschaft mit seiner provokanten und oft kontroversen Art prägt. ## Die Kraft des Widerspruchs Don Alphonso verkörpert eine journalistische Tradition, die in Deutschland immer seltener wird: die des bewussten Widerspruchs. Rainer Meyer war von 2009 bis 2018 für die FAZ als Blogger aktiv und schreibt heute für die Welt, wo er regelmäßig Themen aufgreift, die andere Medien meiden oder nur oberflächlich behandeln. Seine Stärke liegt darin, unbequeme Wahrheiten auszusprechen und heilige Kühe der deutschen Meinungsbildung zu schlachten. Diese Art des Journalismus ist nicht nur legitim, sondern notwendig. In einer demokratis...