Sonntag, 5. Juni 2016

Ist das noch objektiver Journalismus? oder kann das weg?

In einer Zeit in der der Begriff Lügenpresse schon fast inflationär benutzt wird, muss man sich ernsthafter weise die Frage stellen, woher kommt das und vorallem hat dieser Begriff in Teilen evtl. einen grad an Berechtigung erreicht.

Eigentlich war es vor einigen Jahren so, das alle deutschen Medien auf die Italiener eingetreten haben, denn Berlusconi hatte neben seinem eigenen Medienimperium auch durch seinen Posten als Ministerpräsidenten auch Einfluss auf die Staatlichen Sender der RAI Gruppe.
In Deutschland haben wir dieses System geradezu getoppt und das obwohl von hier mit die heftigste Kritik an diesem System kam.
Hier findet nur noch Jubel und Applaus für die herrschenden Parteien statt, Kritik wird nicht mehr geübt, es ist fast wie der Journalismus in einem absolutistisch regiertem Land. Beinahe fühle ich mich so als lässt die Aktuelle Kamera wieder grüßen.


                             Was würde Hanns Joachim Friedrichs über seine Nachfolger sagen?



Auch deshalb weil die Grenzen des Journalismus - der meiner Meinung nach immernoch neutral sein sollte- mit den Grenzen der persönlichen Ansichten eben dieser Journalisten verschwommen sind.
ich hatte vor kurzem einen Disput mit einem Sportreporter zu diesem Thema, der über den offiziellen Twitteraccount seines Arbeitgebers den Nürnberger Fussballtrainer von der Seite angegangen ist.
so etwas kann ich mir eigentlich als Reporter der objektiv berichten soll nicht leisten. Wo bleibt da meine eigene Reputation wo bleibt da das eigentliche Fachliche können? Sicherlich in Kommentaren - wenn diese als solche gekennzeichnet sind ist eine Meinungsäußerung möglich, doch in Sozialen Netzwerken ohne Kennzeichnung als private Meinung trägt dieses weiter zur Schwächung der Glaubwürdigkeit von Journalisten ja des Journalismus im allgemeinen bei.





Auch Vorfälle wie in Köln, Bonn, Dortmund und der vereitelte Anschlag in Düsseldorf finden in den Medien kaum statt weil man die eigene Schere im Kopf wichtiger erachtet als eine objektive Berichterstattung oder gar solche Ausblüten wie zuletzt in Schwäbisch-Gmünd, als ein Kamerateam mit eigens angekarrten Flüchtlingen eine Aufräumung nachstellte. Der mündige Bürger informiert sich nicht mehr bei diesen zumeist überregionalen Medien sondern über soziale Netzwerke oder bestenfalls noch über lokale Medien. Auch solches trägt zum Verfall des Journalismus bei
die Frage lautet kann man diesen Leuten überhaupt noch trauen?

Ein weiteres Beispiel liefert der von mir sehr verherte Roland Tichy dessen Blog ich mittlerweile als eine der wenigen in Deutschland noch fundiert berichtenden Journalistisch geprägten Seiten wahrnehme:
Roland Tichy meint in seinem Blog, das Reiche Vereine wie Greenpeace und „Deutsche Umwelthilfe“ finanzieren Tests wie die gegen Opel, große Medien wie Süddeutsche Zeitung und Spiegel übernehmen die Behauptungen, und die ARD macht tagelang mit unseren Gebührengeldern dafür Werbung in Tagesschau und Talkshows" siehe auch hier:
Die Quelle  http://www.rolandtichy.de/tichys-einblick/nichts-ist-unmoeglich-toyotas-kampf-gegen-den-diesel-der-deutschen/

Ich gehe sogar soweit, wenn ich unabhängigen Journalismus über deutsche Themen lesen will, lese ich ausländische Presseorgane.

Nun liegt es an meinen geneigten Lesern sich ihre Schlüsse hieraus zu ziehen.

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